OLDENBURG - Die Organisatoren von Ehemaligen-Treffen haben viel zu tun. Das beginnt bei der Recherche nach den Adressen der früheren Klassenkameraden und geht weiter über die Ausarbeitung eines besonderen Programms.
Schule Alexandersfeld
Zum vierten Klassentreffen des Abgangsjahrgangs 1958 der Schule Alexandersfeld hatten sich die Organisatoren etwas ganz Besonderes ausgedacht. Die Ehemaligen versammelten sich in der Nähe der Schule, um einen Ausflug in die Vergangenheit zu unternehmen. Hans-Joachim Luckau in historischer Pekoluniform stand mit einem alten Bus bereit. Er kutschierte die Gruppe zunächst zur alten Rütteler Mühle. Während der Fahrt sowie später bei Kaffee und Kuchen wurden Erinnerungen an alte Zeiten aufgefrischt.
Danach ging es ins Schulmuseum Bohlenbergerfeld, wo die Ehemaligen eine Schulstunde wie früher erlebten. Sie mussten sich erst einmal getrennt nach Geschlecht aufstellen. Anschließend ging‘s diszipliniert und leise in den Klassenraum. Vor dem Unterrichtsbeginn kontrollierte der strenge Lehrer die Hände seiner Schüler auf Sauberkeit und ermahnte gleich einige Mädchen wegen der angemalten Fingernägel. Danach mussten alle ihre Taschentücher vorzeigen.
Die Schulstunde begann mit einem bekannten Kinderlied, und der Lehrer erzählte sehr interessant und witzig, wie es damals in der Schule im Jahre 1910 zuging. „Wir hatten alle viel Spaß und die Stunde ging viel zu schnell vorbei“, so Richard Freudenstein.
Zurück in Oldenburg genoss die Gruppe in der Gaststätte „Ambiente“ ein schmackhaftes Buffet und ließ das Erlebte noch einmal Revue passieren.
Im nächsten Jahr steht Großes bevor: Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Koopmannsiedlung 1 ist ein Klassentreffen der Schule Alexandersfeld für alle Abgangsklassen der Jahrgänge 1952 bis 1970 geplant.
Bundesbahn
Für seinen Cousin Willi Willms, der nach der Schlosserlehre beim Bundesbahn-Ausbesserungswerk Oldenburg (Karlstraße) mit Mutter und Schwester nach New York ausgewandert ist, plant Werner Kindervater ein Ehemaligentreffen. Dafür sucht er die Arbeitskollegen seines Verwandten, die mit ihm in den Jahren 1959 bis 1962 ausgebildet wurden: Peter Weyer, Rainer Minhoff (der nach Italien gezogen ist), Werner Gebel, Dirk Harms, Rainer von Häfen, Detlev Kampen, Lüder Wischhusen, Peter Alt und Günter Pätzhold. Diese Herren und weitere, die damals bei der Bundesbahn ausgebildet wurden, können sich bei Werner Kindervater unter Tel. 4 36 98 melden. „Der Termin für das Treffen steht noch nicht fest“, sagt er. „Es soll eine Überraschung für meinen Cousin sein, wenn er Oldenburg besucht.“
