OLDENBURG - Einen abrupten Schlussstrich möchte Frerk Siwek nicht ziehen: „Da muss man langsam aufhören – sonst werde ich ja krank“, scherzt der 79-Jährige. Seit 1993 waren er und seine Ehefrau Hanna mit einem Streichelzoo in der Region unterwegs und haben Spenden gesammelt. Erst für krebskranke Kinder in Berlin und Bremen und seit 1998 für das Kinderkrankenhaus Oldenburg. Jetzt setzen sich die Petersfehner aus Altersgründen zur Ruhe – und überreichten zum Abschluss noch einmal einen Scheck über 7900 Euro an den „Verein der Freunde des Elisabeth-Kinderkrankenhauses“.
„Es wird eine große Lücke für uns entstehen“, bedauerte Vereinsvorsitzende Caroline Herzogin von Oldenburg, als das Ehepaar am Donnerstag seine letzte Spende überreichte. 97 000 Euro hatten die beiden allein fürs Krankenhaus gesammelt, 121 088,27 Euro waren es insgesamt. „Heute ist ein katastrophal-schrecklicher Tag für die Kinderklinik“, bedauerte auch Direktor Prof. Dr. Christoph Korenke. Und Prokuristin Martina Heyen meinte: „Sie sind ein Stück Geschichte des Klinikums geworden.“ Klar, dass das Ehepaar eine ganze Reihe kleiner Dankeschön-Geschenke mit auf den Weg bekam.
Zumindest Frerk Siwek will aber nur langsam sein ehrenamtliches Engagement beenden: Er wird immer noch mit einer Brutmaschine unterwegs sein, mit der Kinder die Entwicklung vom Ei zum Küken beobachten können.
