Oldenburg - Einblicke in Strukturen patriarchalischer Gesellschaften vermittelten der Carl-von-Ossietzky-Preisträger Ahmad Mansour und sein Kollege Yilmaz Atmaca bei zwei Fortbildungsveranstaltungen. Auf Einladung des städtischen Kulturbüros und des Fortbildungszentrums OFZ der Carl-von-Ossietzky-Universität zeichneten die beiden Referenten ein differenziertes Bild von Rollenverständnissen und Geschlechterrollen in sogenannten Ehrenkulturen. Die Fortbildungen richteten sich an Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen der Sekundarstufen I und II sowie der berufsbildenden Schulen.
Am Beispiel des Berliner Gleichstellungsprojektes „Heroes – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ verdeutlichten der Extremismusexperte Mansour und der Schauspieler und Familientherapeut Atmaca Umgangsweisen mit heranwachsenden jungen Migranten. Ergänzt durch aktuelle Beispiele aus dem schulischen Alltag wurde das Spannungsfeld der Jugendlichen zwischen tradierten Werten innerhalb ihrer Familien einerseits und dem Erwartungshorizont unserer westlichen Gesellschaft andererseits intensiv diskutiert.
