OLDENBURG - Am Wochenende schienen die bereits vielfach verbundenen Städte Oldenburg und Groningen noch ein Stück weiter zusammengerückt zu sein. Nur eine Fahrradtour trennte die beiden Universitätsstädte. Denn Oldenburg war das Ziel eines traditionellen Ausflugs der Groninger Universität.

Etwa 150 Lehrende, Mitarbeiter und Studenten der Rijksuniversiteit Groningen hatten bereits am Freitag den Weg bis in Deutschlands Stadt der Wissenschaft per Muskelkraft zurückgelegt. Alle fünf Jahre zeigen diejenigen, die sonst mit ihren Köpfen arbeiten, was in ihren Beinen steckt – mit wechselnden Zielen. Zum 395. Geburtstag der Groninger Uni und natürlich aus Anlass des Wissenschaftsjahres in Oldenburg ging es diesmal an die Hunte. „Wir freuen uns, dass sie unsere Stadt als Ziel ausgesucht haben“, dankte Stadtbaurat Frank-Egon Pantel für den Besuch.

„Am Freitag sind wir von Groningen losgefahren, mit der Fähre nach Greetsiel und von dort nach Oldenburg“, erzählte Organisator Theo Jurriens. Ebenfalls auf den Weg hatte sich das Projekt, das Jurriens betreut, gemacht, nämlich der Groninger Wissenschafts-Truck. Er öffnete am Sonnabend für die Oldenburger seine Türen. Denn die waren eingeladen, den zweiten Tag der Tour gemeinsam mit den Gästen aus den Niederlanden zu verbringen.

„Wir haben drei Touren im Angebot“, erklärte Kerstin Eggengoor, die vom Projektbüro der Stadt der Wissenschaft aus die Aktion koordinierte. Die sportliche Tour führte auf der „Route um Oldenburg“ 110 Kilometer um die Stadt herum, die gesellige Tour war 65 Kilometer lang. Wer Entspannung benötigte, der entschied sich für die nur 20 Kilometer lange Info-Tour, auf der Pausen an Oldenburger Sehenswürdigkeiten eingeplant waren.

„Ich war noch nie in Oldenburg und möchte nach der mittleren Tour auch noch in die Stadt gehen“, freute sich Jan Osinga (56) über den Ausflug. Der 25-jährige Medizinstudent Hink Boer bevorzugte dagegen die Info-Tour. „Denn ich habe eine leichte Blessur am Knie.“ Und schließlich musste er am nächsten Tag noch den Rückweg nach Groningen bewältigen – wieder mit dem Fahrrad.