OLDENBURG - Bunsenbrenner? Erlenmeyerkolben? Phenolphtaleinpapier womöglich? Nein, diese Dinge kann man in diesem Raum nicht finden. Die üblichen Utensilien eines Chemieraums haben derzeit in der naturwissenschaftlichen Abteilung des Alten Gymnasiums nichts zu suchen: Ferienzeit ist schließlich Zeit zum Gebäude sanieren, und die wird in Oldenburg auch in diesem Sommer intensiv genutzt.
425 000 Euro werden ausgegeben, um im AGO mit der dringend notwendigen Sanierung der Naturwissenschaften (Chemie und Physik) zu beginnen, dazu Tischlerarbeiten an Fenstern und Fluchttüren sowie Metallbauarbeiten an der Fluchttreppe zu erledigen. Ebenfalls im Dienste der Naturwissenschaft saniert wird in der Cäcilienschule und am Schulzentrum Alexanderstraße – auch dank eines 75-prozentrigen Zuschusses aus dem Konjunkturpaket II.
Die Ausgaben zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses am Theaterwall, am Haarenufer und an der Alexanderstraße stellen allerdings nur einen Bruchteil dessen dar, was die Stadt insgesamt in ihre Schulen in diesem Sommer investiert. Rund 7,226 Millionen Euro werden am Ende ausgegeben sein – ein Großteil davon stammt glücklicherweise nicht aus dem chronisch leeren Stadtsäckel.
Die energetische Sanierung am Schulzentrum Eversten (2,35 Millionen Euro) und die Sanierung der Elektroinstallation und Decken am Altbau der BBS 1 Haarentor (125 000 Euro) zum Beispiel werden ebenfalls aus Zuwendungen des Konjunkturpakets II oder mit Zuschüssen des Landes bezahlt. Und die energetische Sanierung der Grundschule Kreyenbrück ist ein drei Millionen Euro teures Projekt, das aber über drei Sommer (und damit drei Haushalte) gestreckt werden kann.
So etwas wirkt zudem in die Zukunft: „Diese Maßnahmen tragen langfristig dazu bei, die laufenden Energiekosten zu senken“, freut sich die Stadtverwaltung.
BBS 3 110 000 Euro (Brandschutz), BBS 1 205 000 Euro (Elektroinstallation, Physikraum) Cäcilienschule 88 000 Euro (Biologie), Schulzentrum Alexanderstraße 373 000 Euro (Biologie), Grundschule Donnerschwee 55 000 Euro (Metallbau, Fluchttüren) GS Staakenweg 170 000 Euro (WC-Anlage, Lehrräume), Gymnasium Eversten ca. 135 000 Euro (Mensa, Dach, Toiletten)SZ Kreyenbrück 40 000 Euro (Toiletten), SZ Osternburg 50 0000 Euro (Toiletten), GS Drielake 25 000 Euro (Fenster) Realschule Flötenteich 60 000 Euro (Toiletten), SZ Ofenerdiek 60 000 Euro (Toiletten), GS Haarentor 30 000 Euro (Mehrzweckraum), GS Dietrichsfeld 15 000 Euro (Fluchtwege), GS Etzhorn 35 000 Euro (Fluchtwege)
