OLDENBURG - Der Plan der Verwaltung, die zum Teil marode BBS 3 für 24 Millionen Euro an der Maastrichter Straße neu zu bauen, statt sie für 18 Millionen Euro an der Willers-straße zu sanieren, hätte Folgen für viele Investitionsvorhaben – auch an Schulen.
Zu den längst geplanten Vorhaben, die dann aber auf die Jahre 2015 bis 2018 verschoben würden, soll nach einem Verwaltungspapier der Neubau des Musiktrakts an der Helene-Lange-Schule gehören (1,5 Millionen Euro), Umbauten am Gymnasium Eversten (287 000 Euro), die nötige Erweiterung des alten, kleinen Bootshauses Achterdiek (210 000 Euro), um das herum sich enorme Schul-Aktivitäten entwickeln, und der fehlende Sonnenschutz an der Hermann-Ehlers-Grundschule (80 000 Euro).
IGS-Leiter Diedrich Smidt sagte in einer ersten Reaktion: „Für uns wäre das entsetzlich, wenn es so käme. Das kann man nicht einfach hinten runter fallen lassen. Unser Fachraumbedarf ist seit Jahren von der Stadt zugestanden, wir operieren zurzeit in einem absoluten Provisorium im Keller des Hauses.“ Der Plan gefährde die inhaltlich-pädagogische Arbeit der Schule mit ihrer Profilbildung durch die gerade davon betroffenen Orchesterklassen.
Auch am Gymnasium Eversten herrscht Unverständnis. Leiter Günter Hoyndorff: „Wir warten dringend auf die Sanierung und Erweiterung unserer viel zu kleinen und im Sommer viel zu heißen Musikräume. Dasselbe gilt für das Lehrerzimmer, in dem sich 100 Lehrer auf 80 Quadratmeter quetschen.“ Eine weitere Verschiebung des Plans, der eigentlich 2012 und 2013 umgesetzt werden sollte, „ist weder für die Kinder noch für die Lehrer zumutbar“.
Die Hermann-Ehlers-Grundschule wartet seit ihrer Eröffnung 1996 wegen des riesigen Glasdachs über dem Innenlichthof auf einen Sonnenschutz. Schulleiter Reinhard Struß: „Wir leiden hier im Sommer unter Temperaturen von über 30 Grad im gesamten Gebäude, das ist eine enorme und anhaltende Hitzeglocke, die Schüler, Hortkinder, Lehrer und Reinigungspersonal betrifft. Da muss etwas getan werden.“
