Oldenburg - Im Streit um die von der Uni Oldenburg abgelehnten Lehraufträge des Philosophie-Professors Dr. Ulrich Ruschig hat Wolfgang Roelfs nun in seinem und im Namen weiterer Gasthörer eine Petition an den niedersächsischen Landtag gerichtet. Darin beklagt er die „Rechtlosigkeit“ der Gasthörenden. „Anerkennung erfahren sie lediglich in ihrer Funktion als Zahlende eines Semesterbeitrages“, heißt es in dem Schreiben. Es obliege den Professoren, Gasthörer zuzulassen. Mitsprache für diese Gruppe von Studenten sei nicht vorgesehen. Das daraus resultierende Angebot sei daher „inhaltlich zusammengewürfelt und oft ohne systematischen Zusammenhang“. Die Entscheidung, Ruschig nicht weiter lehren zu lassen, wiege daher umso schwerer, weil er über Semester „einen Lehr- und Lernzusammenhang“ hergestellt habe.
Roelfs lobt das Engagement der regulären Studenten, die mit Unterschriftenlisten eine weitere Debatte im Fakultätsrat erzwingen wollen. Er fordert aber von der Politik, sich dafür einzusetzen, dass das Votum der Gasthörer ebenfalls „als ein zu bedenkendes Votum anerkannt“ werde.
