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Gastronomie In Oldenburg Hier sind Azubis ganz hungrig auf Erfolg

Lina Stefanovic

Oldenburg - Ein leckerer Duft zieht sich durch den gesamten Saal, die Tische sind schön gedeckt und die Gäste hungrig. Jedes kleinste Detail wurde auf das Thema „Culinary-Gin-Tasting Weekend“ abgestimmt. Das Trend-Getränk Gin also ist das Motto.

14 Schulen nehmen am diesjährigen Landesvorentscheid der Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen teil – darunter auch die Gastgeberschule BBS 3 Oldenburg mit vier Anwärtern auf den Sieg: Zireta Barjamaj, Senay Yavuz, Tom Janssen und Calvin Kurzweg.

Gin-Sensation

Zireta, 22 Jahre alt, ist angehende Restaurantfachfrau in Hansens Haus am Meer in Bad Zwischenahn. Senay, 18 Jahre alt, wird Hotelfachfrau im Romantik Hotel Jagdhaus Eiden. Im gleichen Ausbildungsbetrieb schwingt der 22-Jahre alte Koch Tom die Pfannen. Während die drei ein Arrangementkonzept erstellen müssen, beweist der angehende Fachmann für Systemgastronomie Calvin sein Talent in verschiedenen Einzeldisziplinen unter dem Motto „Gin-Sensation-Oldenburg“.

Zwei ganze Tage verbringen die Teilnehmer unter anderem damit, Verkaufsgespräche zu führen, zu kochen und an der Bar zu arbeiten. Dabei werden sie die ganze Zeit von Prüfern aus ganz Niedersachsen beobachtet und bewertet. Kriterien der Juroren sind zum Beispiel Geschmack, Aussehen der Gerichte, Sauberkeit, Hygiene und die Rohstoffverarbeitung.

Großer Bestandteil des Wettbewerbes ist der Teamgedanke, was besonders während des Prüfungsessens deutlich wurde. Unter den geladenen Gästen befinden sich auch vier Gewinner, die über die NWZ die Teilnahme am Drei-Gänge-Menü gewonnen haben: Antje Kirchhoff, Carsten Neunaber, Lisa Kositz und Nico Seifert. „Ich habe beim Gewinnspiel mitgemacht, weil ich selber Koch bin“, sagt Neunaber.

Parallel zum Servicebetrieb, den Senay und Zireta vorne bei den Gästen ausüben, kocht Tom hinten in der Küche fleißig die Gerichte. Die Pflichtelemente sind Makrele (Vorspeise), Schweinefilet (Hauptspeise) und dunkle Kuvertüre (Dessert). Zu jedem der Gänge werden passende Weine schwungvoll von den Restaurant- und Hotelfachleuten eingeschenkt. Jedes Nachschenken wird begleitet von einem gekonnten Wechsel der Arme, ohne dabei auch nur einen Tropfen zu verschütten.

Finale des Oldenburger Teams ist eine Zartbitter-Schaumcreme im Himbeer-Schokoladen-Crisp mit Apfel-Basilikumsorbet und einem Küchlein. Dabei sind auch die Servicekräfte gefragt. Die Auszubildende Zireta flambierte die Früchte für den Nachtisch vor den Tischen der Gäste und unter strenger Beobachtung der Jury.

Brennen für Beruf

Begeistert fragt ein Gast nach, ob man Tom als Koch mieten könne. Dieser lacht und entgegnet mit einem „vielleicht“. Dass die Auszubildenden für ihren Beruf brennen, merkte man deutlich nach dem Essen. Geschafft aber glücklich plauderten sie noch mit ein paar Gästen „Das haben Sie alle ganz toll gemacht“, lautet vielfach das Lob.

Begleitet und vorbereitet wurden die Schüler von ihren Lehrern. Gunter Bode, Mentor von Tom, berichtet: „Tom zog wie ein Jumbo-Jet durch die Ausbildung und brennt dafür.“ Zehn Stunden wöchentlich trainierte er mit seinem Sprössling bereits für den Bundeswettbewerb Rudolf-Achenbach-Preis, bei dem der 22-Jährige den 2. Platz belegte.

Senay und Tom haben sich damals für eine Ausbildung im Gastronomiebereich entschieden, weil ihre Eltern teilweise auch in dem Bereich arbeiten. „Außerdem mochte ich schon immer gerne essen“, betont Tom.

„Es funktioniert nur, wenn die Betriebe mitmachen“, erwähnt Jörg Radszuweit, Lehrer an der BBS 3 Oldenburg, der zum Organisationsteam gehört. Bei der Organisation des Wettbewerbs wirkten nicht nur Lehrer und Schüler des Fachbereichs Gastronomie mit, sondern auch Auszubildende aus den Bereichen Hauswirtschaft, Kosmetik sowie Floristen.

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