OLDENBURG - OLDENBURG/EB - Zum 1. April übernimmt Professor Dr. Eduard Malik die Leitung der Oldenburger Frauenklinik. Der 42-jährige Gynäkologe tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Detlev Mühlenstedt an, der in den Ruhestand verabschiedet wurde (die NWZ berichtete). Der in Hamburg aufgewachsene Malik arbeitete zuletzt an der Universitätsfrauenklinik in Regensburg.
Nach seinen ersten Eindrücken befragt, antwortet der neue Klinikdirektor: „Professor Mühlenstedt hat eine gut funktionierende Klinik mit vielen erfahrenen Mitarbeitern aufgebaut. Für die Zukunft gilt es die vorhandenen Stärken des Klinikums zu sichern und auszubauen.“ Natürlich wolle er auch seine persönlichen Stärken einbringen, sagte Mali weiter. „Wir wollen deshalb verstärkt die operative Gynäkologie ausweiten.“
Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeit waren die operative Behandlung bösartiger Erkrankungen der Frau sowie die minimal-invasive Chirurgie, die er im Klinikum weiter ausbauen möchte. Wissenschaftlich und klinisch hat er sich intensiv mit der häufigsten gutartigen Erkrankung der Frau, der Endometriose, beschäftigt. Es handelt sich dabei um versprengte Schleimhautinseln der Gebärmutter an unterschiedlichen Stellen des Beckenraumes. Diese Erkrankung verursacht Beschwerden während der Monatsblutung und beim Geschlechtsverkehr sowie ungewollte Kinderlosigkeit.
Zum Thema Geburtshilfe äußert sich Malik: „Wir wollen so wenig wie möglich in den Geburtsverlauf eingreifen. Manchmal aber wird es aufgrund des Risikoprofils der werdenden Mutter nicht zu vermeiden sein.“ Das Klinikum sei bei der Betreuung von Risikoschwangerschaften landesweit führend, so Malik weiter. Es gelte, die Risiken zu identifizieren und den risikofreien Schwangeren ein unbeeinträchtigtes Geburtserlebnis zu ermöglichen. Malik setzt dabei auf Kooperation zwischen den Berufsgruppen: „Hier ist die enge Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch zwischen Arzt, Hebamme, Pflegepersonal und OP-Team unabdingbar.“
Nach Oldenburg ist er übrigens gekommen, weil er immer schon die Absicht hatte, in den Norden Deutschlands zurückzukehren. „Ich fühle mich in dieser Region heimisch“, sagt der Arzt. Die Gelegenheit, Oldenburg kennen zu lernen, hatte er bereits bei der Wohnungssuche. „Oldenburg ist eine schöne Stadt. Ich bin mir sicher, dass meine Frau und ich uns hier wohl fühlen werden.“
