OLDENBURG - Die Stadt engagiert sich seit inzwischen 15 Jahren im Schülerprojekt „Sag einfach: Nein, danke!“ in den sechsten und siebten Klassen für die Suchtprävention. Hauptziel ist es zurzeit, „Klassensprecherinnen und Klassensprecher in die Lage zu versetzen, in ihrer Schulklasse suchtpräventiv tätig zu werden“, sagt Hartwin Preussner, der Jugendschutzbeauftragte der Stadt.
Nach skandinavischem Vorbild bildet das Jugendamt in zweitägigen Halbtagsseminaren Schülermultiplikatoren aus. Themen sind Ursachen und Folgen des Missbrauchs psychoaktiver Stoffe, eine kritische Haltung gegenüber Suchtmitteln, die Freude an einem Freizeitleben ohne Suchtmittel, die Prüfung von Hilfsmöglichkeiten bei suchtmittelgefährdeten Mitschülern sowie das Gespräch über Zigaretten, Haschisch, Wasserpfeife und auch Computer. Die erste Zigarette werde heute oft schon mit zehn bis zwölf Jahren geraucht, früher mit 14 Jahren, der Kontakt mit Alkohol und Cannabis habe sich ebenfalls um zwei bis vier Jahre nach vorn verlagert, sagt Preussner, hinzu komme die „Flucht in die Computerwelt“, auch bei Gymnasiasten. Der Jugendschutzbeauftragte: „Wir wollen die Klassensprecher sensibilisieren.“ Wie die Klassensprecher damit umgehen und Lehrer ihres Vertrauens ansprechen, wird auch in Rollenspielen geübt. „Es geht darum, mitzuhelfen, Signale zu erkennen und hinzuschauen“, sagt Preussner.
