OLDENBURG - Der Pilzbefall wurde hinter einer Pinnwand entdeckt. Bis zum Wochenende soll das Problem gelöst werden.
Von Kristian Klooß
OLDENBURG - Einen Unterrichtsausfall der selteneren Art mussten gestern einige im Neubau der Graf-Anton-Günther-Schule untergebrachten Klassen über sich ergehen lassen. Was war passiert?„Als ich morgens in den Raum kam, stank es fürchterlich“, sagt der Leiter des Landkreis-Gymnasiums, Friedrich Wilhelm Müller. Man hatte ihn gerufen, nachdem Kollegen Schimmelflecken hinter einer abmontierten Pinnwand entdeckt hatten.
Die Konsequenz: Sechs Schulklassen wurden nach Hause geschickt und der Landkreis als Schulträger eingeschaltet. Dieser setzte seinen Sachverständigen für Schäden an Gebäuden, Helmut Falkenberg, in Marsch. Er begutachtete – mit Lupe, Hämmerchen und Messsonde – die kleinen Stock- und Pilzflecken.
„Es handelt sich zwar um Schimmelpilze“, sagte der Gutachter gegenüber der NWZ . Gleichzeitig gab er aber Entwarnung: „Der Feuchtigkeitswert der Wand liegt beim Wert 11 und damit unter dem kritischen Wert von 20.“ Dem ersten Eindruck nach könne das Problem in wenigen Tagen durch das Reinigen der Wand mit Pilzabtötungsmitteln und anschließendes Überstreichen gelöst werden.
Grund für den Pilzbefall sind nach einer ersten Einschätzung Falkenbergs das zu frühe Aufhängen der Pinnwände. „Dadurch konnte die Restfeuchtigkeit aus der Bauphase nicht verdunsten. So entwickelten sich die Schimmelpilzsporen“, sagt Falkenberg.
Dass eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, glaubt der 65-Jährige nicht. „Seit 25 Jahren mache ich ungefähr ein Schimmelpilzgutachten im Monat. Schutzanzug und Maske habe ich immer zuhause gelassen.“ Die Entscheidung über eine Gesundheitsgefährdung wird das Gesundheitsamt treffen, das sich heute im Verlaufe des Tages am GAG angekündigt hat.
Einige Schüler werden wohl noch bis zum Wochenende zuhause bleiben dürfen.
