Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gesundheitsamt Hochansteckend: Doch Noro-Virus an der Universität

Sabine Schicke

OLDENBURG - Schneller als erwartet lieferte das Landesgesundheitsamt aus Hannover am Freitagnachmittag erste Untersuchungsergebnisse zu den Krankheitsfällen an der Universität: In den untersuchten Stuhlproben wurden die hochinfektiösen Noro-Viren gefunden. Das berichtete Dr. Frank Bazoche, Leiter des Oldenburger Gesundheitsamtes. Auch die Universität informierte Beschäftigte und Studierende in einer Rundmail über den Befund.

Mit einer Spezialreinigung und Desinfektion soll die weitere Verbreitung der Viren übers Wochenende eingedämmt werden. Bis Freitag war allein die Zahl der bekannten, teilweise schweren Magen-Darm-Infektionsfälle an der Universität bereits auf 150 gestiegen. Bereits am Freitagvormittag hatte Dr. Heide Ahrens, Vizepräsidentin für Verwaltung und Finanzen, alle darüber informiert.

Auch Studentenwerks-Geschäftsführer Gerhard Kiehm ließ Aushänge in der Mensa anbringen und informierte konkret über die bisherige Entwicklung. Weiterhin geschlossen blieben der Pizza-Stand, das Kulinarium und die Grill-Station. „Es ist im Interesse aller, dass wir hier eine möglichst schnelle Aufklärung finden“, sagte er und freute sich, dass er für eine als Auslöser in Verdacht geratene Salatsauce Entwarnung geben konnte: keine Bakterien.

Zunächst war man davon ausgegangen, dass womöglich verdorbenes Essen die hohe Anzahl an Erkrankungen ausgelöst haben könnte (

NWZ

  berichtete). Bereits Mittwoch waren die Behörden eingeschaltet worden. In ersten Analysen im Labor des Klinikums wurden jedoch keine Noro-Viren nachgewiesen.

Nach Auskunft von Dr. Frank Bazoche dauert die Inkubationszeit bei Noro-Viren zwischen zwölf und 48 Stunden. Er empfiehlt dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in Zeiten der Schweinegrippe: häufiges Waschen und Desinfizieren der Hände. Erkrankte Menschen scheiden besonders am Anfang viele Viren aus. Die Infektion wird von Mensch zu Mensch durch engen Kontakt weitergegeben, oder auch durch Speisen.

Das Gesundheitsamt wird am Montag das weitere Vorgehen mit der Universität abstimmen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake