OLDENBURG - Zukunftssorgen sind für die Jugendwerkstatt der Volkshochschule (VHS) nichts Neues. In den 19 Jahren seit ihrer Gründung musste die Einrichtung viele finanzielle Unwägbarkeiten meistern. Nun sorgt aber die Standortfrage für Verunsicherung bei den Verantwortlichen. Der Mietvertrag am Pophankenweg endet zum 31. Dezember 2013. „Was danach passiert, ist derzeit unklar. Wir brauchen aber Planungssicherheit“, sagt VHS-Direktor Hans Peter Heyer.
Mit Fragen zur Zukunft der Jugendwerkstatt hat sich die VHS nun an die Stadtverwaltung gewandt. Zugleich griff die Fraktion der Grünen das Thema auf und ließ es auf die Tagesordnung der nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 21. März, setzen.
Das Angebot der Jugendwerkstatt richtet sich an junge Erwachsene, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind und aufgrund bestimmter Beteiligungen für eine Vermittlung in Arbeit und Ausbildung nicht in Betracht kommen. Ziel ist, die derzeit 88 Lehrgangsteilnehmer durch praktisches Tun (u.a. Tischlerei, Hauswirtschaft sowie Garten- und Landschaftsbau) und Lernen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Finanziert wird die Einrichtung über Stadt, Land und Jobcenter.
Aktuell ist die Werkstatt an zwei Standorten vertreten. Im Haus der Jugend an der Von-Finckh-Straße und im ehemaligen Logemann-Possehl-Gebäude am Pophankenweg. Die Werkstattbereiche, die derzeit am Pophankenweg angesiedelt sind, befanden sich zuvor an der Industriestraße. Wegen des Neubaus fürs Gesundheitsamt musste die Jugendwerkstatt umziehen. „Der Pophankenweg war nur als Zwischenlösung angedacht“, erinnert Projektleiter Gerd Hunke. Er hofft auf einen Umzug zur ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Bei der künftigen Entwicklung des Geländes könne sich die Werkstatt gut einbringen.
Zu einem solchen Umzug äußert sich die Stadt derzeit nicht. Annika Milz vom Pressebüro bestätigt aber, dass die Stadt das Gelände am Pophankenweg, wo der Technologiepark Wechloy entstehen soll, inzwischen an einen großen Wirtschaftsbetrieb verkauft habe. Der neue Eigentümer wolle des Gelände selbst nutzen, habe aber noch keinen Zeitpunkt dazu genannt. Mit der VHS soll nun darüber gesprochen werden, um wie viele Jahre der Vertrag verlängert werden könne.
