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SCHULWESEN Staub trübt den Spaß am Sport erheblich

HAUKE GRUHN

OLDENBURG/HUDE - OLDENBURG/HUDE - Eigentlich könnte am Oldenburger Graf-Anton-Günther-Gymnasium (GAG) eitel Sonnenschein herrschen: Der neue Südflügel nimmt Konturen an, bald wird die neue Mensa mit 180 Plätzen ihren Betrieb aufnehmen können. Doch bei allem sichtbaren Fortschritt wird auch Kritik laut: Vor allem der Zustand der Turnhalle am GAG sorgt in Eltern- und Lehrerkreisen bisweilen für Unmut.

„Mit der Erhöhung der Schülerzahlen nach der Auflösung der Orientierungsstufe gab es keine Ausweitung der Säuberungszeiten“, erzählt eine Lehrerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Die Halle sei deshalb „völlig verdreckt“ und es „müffelt“. Auch die Musik- und Sprechanlage sei bereits einmal ausgefallen, weil der Staub einen Defekt hervorgerufen habe. „Viele Kinder haben Asthma und sind in der Halle hoher Belastung ausgesetzt“, sorgt sie sich. Zudem gäbe es in vielen WCs der Halle keine Toilettenpapierhalter und Seifenspender – von Spiegeln in Damenumkleiden ganz zu schweigen. Was die Lehrerin ebenso stört: Für männliche und weibliche Lehrkräfte gibt es dort nur eine Dusche, die sie sich abwechselnd teilen müssen. Platz genug, um Abhilfe zu schaffen, gäbe es sehr wohl: „Viele Räume in der Halle sind nämlich so gut wie unbenutzt.“ Wie der Großteil des Hallen-Equipments seien auch die Turngeräte veraltet: „Das ist gerade deshalb schade, weil es eigentlich eine schöne Halle

ist.“

Wilfried Fürup, Leiter der Stabsstelle Struktur und Schulen beim Landkreis, versprach auf NWZ -Anfrage zumindest in Bezug auf das „Staub-Problem“ in der Turnhalle schnelle Abhilfe: „Was wir aktuell berücksichtigen können, ist, dass eine neue Reinigungsmaschine angeschafft wird.“ Die alte Maschine habe die gewünschte Leistung in der Tat nicht mehr erbracht. Die Reinigungszeiten seien mit den steigenden Schülerzahlen am GAG hingegen bereits „in geringem Umfang erhöht“ worden. Zudem sei bei der Reinigung auf Jahresarbeitszeit umgestellt worden. Dies bedeute, dass in den Ferien weniger und dafür während der Schulzeit verstärkt sauber gemacht werde.

Gerold Dreyschultze, Lehrer sowie zuständiger Koordinator für bauliche Maßnahmen und Inventar am GAG, betonte auf Nachfrage, dass sich die Turnhalle seit eineinhalb Jahren in einer Sanierung befinde, nachdem zuvor Probleme mit Feuchtigkeit aufgetaucht waren. Der Landkreis unterstütze die Schule insgesamt sehr, so Dreyschultze, der Wurm stecke jedoch häufig – wie auch bei der Turnhalle – im Detail.

initiative der Eltern scheitert aus versicherungsgründen

Der Frust

sitzt bei den betroffenen Eltern und Lehrern auch deshalb so tief, weil sie ihre Eigeninitiative nicht gewürdigt sehen. Ein Vorstoß von Eltern, ein Klassenzimmer am GAG auf eigene Faust zu renovieren, sei auf Vorbehalte beim Schulträger, dem Landkreis, gestoßen: Die Erlaubnis sei zurückgezogen worden, weil versicherungstechnische Gründe dagegen sprächen. Schließlich sei eine Firma beauftragt worden.

Auch sonst

biete die bauliche Umgebung gerade für die jüngeren Schüler kein gelungenes Ambiente. Es herrsche einfach keine freundliche Lernatmosphäre und es mangele an Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof, beklagt eine Lehrkraft. Diesbezüglich weist der Landkreis darauf hin, dass Geld für Spielgeräte bereitstehe, die Maßnahmen sich jedoch verzögerten, weil der Schulhof noch als Anfahrtsweg für Baumaschinen gebraucht werde.
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