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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Technik: In acht Minuten in die sichere Zone

28.02.2020

Oldenburg /Im Nordwesten Die Aula des Herbartgymnasiums ist voll. Schüler sitzen an ihren Laptops, zwischen ihnen Setzkästen gefüllt mit Rädern und Bausteinen. Es wird justiert, gebaut, neu programmiert. Alles, damit die Roboter ihren Weg durch das Labyrinth erfolgreich bewältigen.

Denn an diesem Donnerstag und Freitag wird der Robocup Nordwest im Herbartgymnasium in Oldenburg ausgetragen. 226 Schülerinnen und Schüler in 90 Teams kämpfen um das Ticket für die Deutsche Meisterschaft. Sie stammen aus dem gesamten Nordwesten, aus Rastede, Cloppenburg, Bremen oder Damme.

Zwei von ihnen sind Oke (14) und Anton (14) vom Oldenburger Herbartgymnasium. Sie nehmen mit ihrem „Lego Mindstorm“-Roboter an der Disziplin „Rescue Maze Entry“ teil und warten auf ihre Runde. Beide sind gespannt, denn eigentlich sind die „Lego Mindstorm“-Roboter nicht für die fortgeschrittenen Disziplinen geeignet, sie sind zu ungenau. Die meisten verwenden dafür das System „Arduino Uno“, erklärt Stefan Laudien, Mitorganisator beim Herbartgymnasium.

Einige wie Jan (15) und Morris (15) aus Vechta bauen ihren Roboter gleich selbst, die beiden haben dafür einen 3D-Drucker verwendet. Dabei müssen sie dann kreativ werden, so haben sie als Kettenführung eine abgelaufene Bankkarte benutzt.

Bei „Rescue Maze Entry“ müssen die Roboter in acht Minuten durch ein Labyrinth über Rampen und um Ecken manövriert werden, um zu den „Opfern“, rote Kreuze, zu gelangen. Dort angekommen, müssen sie einen Erste-Hilfe-Kasten (einen Legostein) abwerfen. In den Robotern sind unter anderem Licht-, Ultraschall- und Tastsensoren installiert, damit sie ihren Weg finden. Simuliert werden Einsätze von Rettungsrobotern, die in Erdbebengebieten Verschüttete retten und in Gebiete fahren, die für Menschen zu gefährlich sind. So wie nach Fukushima, erklärt Laudien.

An manchen Schulen wie der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede können Schüler bereits ab der 5. Klasse AGs zum Programmieren und für den Robocup belegen, sagt Markus Michler, Mitorganisator der KGS Rastede. An einigen Schulen sind Informatik und Technik fester Teil des Schullehrplans.

Im Gegensatz zur Disziplin „Rescue Maze Entry“ ist die „Rescue Line“ einfacher. Der Roboter muss Hindernisse überwindend einer schwarzen Linie folgen, die ihn zu den „Opfern“ (verschiedenfarbige Kugeln) führt. Die muss er in eine sichere Zone bringen.

In der Disziplin treten Kilian (14), Maximilian (15) und Raphael (16) aus Oldenburg an. Sie sind ganz zufrieden mit ihrer Runde. „Wir hatten Glück mit der Opferzone und dass die Kugeln richtig lagen“, sagt Maximilian. Zuvor hatten sie umprogrammiert, waren gespannt, ob es funktioniert. Nach einem Hindernis fand der Roboter die schwarze Linie nicht wieder, fuhr auf den Abgrund zu. Sie schafften es trotzdem.

Rebecca (15) ist eine von mehr als 50 Schiedsrichtern. Zwei Mal war sie Teilnehmerin. „Die Stimmung ist immer super. Man arbeitet ja in kleinen Teams. Wenn etwas nicht klappt, man ändert etwas und es funktioniert, ist es einfach ein tolles Gefühl.“

Oke und Anton sind an der Reihe. Oke ist angespannt, Anton freut sich über jeden abgeworfenen Legostein – und sie schaffen es. Ihr Roboter wirft alle Steine richtig ab, befreit sich aus Schwierigkeiten und alles innerhalb der Zeit. Für die beiden ein voller Erfolg, bevor die nächste Runde vorbereitet wird.

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