OLDENBURG - O.P.A. klingt alt, doch der Schein trügt: Die Oldenburger Photo-Amateure feiern erst ihren 25. Geburtstag. Ein rundes Jubiläum, das mit einer Ausstellung ins rechte Licht gerückt werden soll.
Zu sehen sein werden je zwei Bilder von 21 Fotografen, die auf den Fluren des VHS-Neubaus an der Karlstraße gehängt werden. Darunter auch Aufnahmen von Dieter Borowski (71) und Kurt Henseler (68), die zum harten Kern der Gruppe gehören, die sich zweimal im Monat freitagabends bei der VHS trifft. Borowski, ehemaliger Tierarzt in Hude und Edewecht, ist seit 23 Jahren dabei, Henseler, eremitierter Professor für Didaktik der Technik an der Universität Oldenburg, stieß Ende der 90er-Jahre dazu. Beide vereint eine Leidenschaft, die Fotografie.
Verein gegründet
O.P.A. entstand, als bei den Absolventen der VHS-Fotokurse der Wunsch reifte, sich auch nach Ende des Unterrichts weiter zu treffen. Man kam unter Leitung von Gründungsvater Hermann Ruge in lockerer Runde zusammen und hob schließlich einen Verein aus der Taufe. „Den haben wir aber aufgelöst, zu groß sind die vom Staat geforderten formalen Auflagen“, sagt Borowski. Die beiden Hobbyfotografen haben die Entwicklung von der analogen Fotografie mit Filmen in den Kameras und aufwendiger Entwicklung zur digitalen Fotografie hautnah miterlebt. Heute fotografiert kaum noch jemand mit der analogen Kamera, die „Digis“ haben ihren Siegeszug erfolgreich fortgesetzt. „Die 40- bis 50-Jährigen zeigen uns heute, wie man mit der digitalen Kamera umgeht. Die sind auch im Umgang mit dem Computer viel unbefangener“, räumt Borowski ein. Die jüngeren Leute profitieren dafür von der großen Erfahrung der alten Hasen.
70 000 Oldenburg-Bilder
Andererseits ist die Fotografie beliebiger geworden. Es gibt Leute, die haben mehr als 70 000 Aufnahmen von Oldenburg auf ihren Rechnern. Andere beschränken sich im Gegensatz dazu darauf, eine besondere Stimmung oder Situation als Momentaufnahme im Bild festzuhalten. Größter Gegensatz zu früher: Das Ergebnis kann man sich auf dem Display der Kamera gleich anschauen. „Wir befruchten uns mit Tipps und Ideen gegenseitig“, sagt Henseler. Bilder dürfen durchaus technische Fehler haben. „Die Nase scharf, die Augen verschwommen – das kann durchaus seinen Reiz haben“, meint Henseler. Auf den Treffen der O.P.A.s werden die fotografischen Ergebnisse dann präsentiert und diskutiert. Eine professionelle Kamera ist nicht Voraussetzung. Gute Ergebnisse lassen sich auch mit den kleinen kompakten Kameras erzielen – die Technik ist weit fortgeschritten.
Mit VHS eng verbunden
Mit der VHS ist O.P.A. eng verbunden. „Die neuen Räume an der Karlstraße bieten 300 laufende Meter Wandfläche für Ausstellungen“, freut sich Melanie Kahl, Bildungsmanagement Kunst und Kultur der VHS. Die Ausstellung „25 Jahre Oldenburger Photo-Amateure“ wird am Freitag, 25. März, um 20 Uhr im LzO Forum der VHS Oldenburg an der Karlstraße eröffnet. Zur Einführung spricht Karl-Ernst Went, Fachreferent unter anderem für Kunst, Musik und Medien der Oldenburger Universitätsbibliothek - und wird dabei sicherlich fotografiert.
