OLDENBURG - Viel Lob gab es von den offiziellen Gästen. Die Arbeit des Zentrums wird überall geschätzt.

von sabine schicke

OLDENBURG - 300 fröhliche Jungen und Mädchen aus Oldenburger Schulen feierten gestern Vormittag mit dem Kinderschutz-Zentrum 20-jähriges Bestehen. Geschäftsführerin Stefanie Thiede-Moralejo hatte zu dem Fest in die Kulturetage eingeladen. Der Nachmittag stand vor allem im Zeichen der Ehrengäste beim offiziellen Festakt.

Getragen wird das Kinder-Schutz-Zentrum seit Beginn vom Verein zur Verhütung von Kindesmisshandlung. Dessen Vorstandsvorsitzender Joachim von der Osten dankte nicht zuletzt allen Leserinnen und Lesern der NWZ , die mehrfach mit Spendenaktionen die Arbeit des Zentrums unterstützt hatte. Grüße von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann überbrachte Referatsleiterin Heidrun Kofahl-Langmack. Das Zentrum sei aus der niedersächsischen Sozialgeschichte nicht wegzudenken. „Mit ihrer Präventionsarbeit haben Sie sich weit über die Grenzen Niedersachsens einen Namen gemacht.“

Zum Gründungsvorstand zählte Professorin Heike Fleßner (Universität Oldenburg), die die „unschätzbare Arbeit“ des Kinderschutz-Zentrums lobte. Sie sprach den Mitarbeitern Respekt aus, unter schwierigsten finanziellen Bedingungen eine Arbeit auf hohem Niveau zu leisten. Sie bedauerte, dass die Wohngruppe für Kinder aus Problemfamilien wegen mangelnder Finanzen geschlossen werden musste. Nach wie vor sei die Stärkung des Selbstbewusstseins von Jungen und Mädchen das Wichtigste bei der Präventionsarbeit.

Im Namen des Diakonischen Werks, unter dessen Dach der Trägerverein des Kinderschutz-Zentrums angesiedelt ist, gratulierte Vorstand Wolfgang Bartels. Er dankte den Mitarbeitern dafür, dass sie mit ihrer Arbeit die Themen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern aus der Tabuzone herausgeholt haben.

Großen Applaus gab es für die Leistung von Geschäftsführerin Stefanie Thiede-Moralejo, die aus familiären Gründen zum 31. August das Zentrum verlässt. Nachfolger wird Dr. Michael Gran.