Oldenburg - Barcelona, Katalonien, Oldenburg: Aus diesem Dreiklang sollen sich Vorteile für spanische Fachkräfte und den Verbund Ev.-Luth. Kindertagesstätten (ekito) in Oldenburg ergeben. Um das Projekt voranzutreiben war eine Delegation von Vertretern der Humboldt Schule in Barcelona, von Berufsschulen Barcelonas, der Stadt Barcelona und des Landes Katalonien gerade bei der ekito zu Gast. Das Treffen fand mit allen Beteiligten des Projektes „Fachkräfte aus Spanien“ in der Kirchengemeinde und der Kita St. Johannes statt.

Von besonderem Interesse waren die pädagogischen Anforderungen für die Fachkräfte, die in Spanien anders sind. „Ziel ist, dass die künftigen Fachkräfte noch besser vorbereitet sind, wenn sie nach Deutschland kommen“, so ekito-Geschäftsführer Günter Zingel, der in dieser Sache mit der ZAV (Bundesagentur für Arbeit) und der bbf sustain GmbH aus Oldenburg kooperiert. Zu ekito gehören 17 Kitas mit 1400 Plätzen. Drei Spanier sind aus dieser Kooperation heraus bereits seit März bei ekito eingestellt. Im August werden drei weitere Sozialpädagogische Assistentinnen folgen. Für das nächste Projekt, das für 2020 vorgesehen ist, werden weitere Partner gesucht.

In Spanien liegt die Arbeitslosenquote insbesondere bei den jungen Menschen bei über 30 Prozent. Im Bereich Erzieher/in und Sozialassistent/in wurde in den letzten Jahren in Spanien weit über dem Bedarf ausgebildet.

Die Spanier durchlaufen im Heimatland einen Deutschkurs und kommen mit B1-Deutschniveau hierher. In Oldenburg lernen sie neben der Arbeit weiter, um innerhalb eines Jahres das B2-Niveau zu erreichen.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg