Oldenburg - Lange nicht gesehen und trotzdem wiederkannt. Mehrere Jahrzehnte sind seit der gemeinsamen Schulzeit vergangen, da haben sich nicht nur die ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden verändert, sondern auch die Schulen. Bei Klassentreffen wurden die früheren Wirkungsstätten wieder besucht – auch zwecks Suche nach Spuren der Vergangenheit.
Cäcilienschule
Der Abiturjahrgang 1983 der Cäcilienschule hat sich nach 35 Jahren wieder einmal in Oldenburg getroffen. „Beim Rundgang am Vormittag durch die gute alte Schule sind viele Erinnerungen wieder wach geworden“, erzählt Martina Heyen. „Den alten Kartenraum und das berüchtigte Sprachlabor gibt es leider nicht mehr, dafür konnte die schöne neue Cäciteria bewundert werden.“ Beeindruckt waren die Ehemaligen auch von der Gedenkstätte für verfolgte jüdische Mädchen in der Aula.
„Da der Jahrgang 1983 der erste Jahrgang war, in dem auch Jungen diese ehemalige Mädchenschule besuchen durften, sind unsere Männer nun die ältesten Ehemaligen“, so Martina Heyen. Am Abend wurde dann noch fröhlich im Hotel Bavaria gefeiert.
Mittelschule Margaretenstraße
Es war das Jahr 1958, als eine Gruppe von 34 Schülern der Klasse 10b im Alter von 16 bis 18 Jahren nach erfolgreichen Abschluss die damalige Mittelschule Margaretenstraße verließ, um sich künftig in der Welt der „Erwachsenen“ durchsetzen zu wollen. Das war vor 60 Jahren und heute ein willkommener Anlass, sich im Rahmen eines Klassentreffens der rückliegenden Zeit zu erinnern.
Man traf sich in der Schule, die heute die Paulus-Schule ist, um sie zu besichtigen und um zu versuchen, in Gedanken einen Vergleich mit den früheren Gegebenheiten und Einrichtungen zu führen. Der Organisator des Treffens, Manfred Süthoff, war begeistert von der starken Teilnehmerzahl. Von den ehemaligen 34 Schülern leben noch 24 Schüler und von diesen konnten 17 Personen der Einladung nach Oldenburg folgen, nicht nur aus der näheren Umgebung.
Durch die Schule führte Hausmeister Josef Panitz, der mit interessanten Ausführungen die Teilnehmer vom sehr guten Zustand der Schule zu überzeugen wusste. Alle waren von der Helligkeit der Räume, von der Einrichtung und von den technischen Lehrmittel geradezu angetan. Besonders lobenswert äußerten sie sich über die Sauberkeit der Schule.
Nach der Besichtigung traf man sich in der Vereinsgaststätte der SG Schwarz-Weiß Oldenburg, um dort bei einem Essen die vergangene Zeit noch einmal zu betrachten und zu bewerten. Schnell verging die Zeit – und flugs wurde noch der Termin fürs nächste Treffen festgelegt: Am 25. Mai 2019 soll’s sein.
