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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Forscher kümmern sich um „windige“ Angelegenheiten

03.09.2018

Oldenburg Wo weht genug Wind für einen Windpark? Wissenschaftler der Universität Oldenburg im Zentrum für Windenergieforschung (ForWind) und des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES berechnen in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Kollegen die windreichsten Gegenden Europas. Die umfangreichen Simulationen im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes NEWA (Neuer Europäischer Windatlas) sind kürzlich gestartet. Der Atlas soll ein genaues Bild des europäischen Windenergiepotenzials zeichnen und bei der Suche nach optimalen Standorten für neue Windparks helfen. Insgesamt sind Forscher aus acht Ländern beteiligt. Der Atlas soll seinen mittlerweile fast 30 Jahre alten Vorgänger ersetzen.

Mithilfe eines Wettermodells simulieren die Forscher die Windverhältnisse der zurückliegenden 30 Jahre über ganz Europa – auf drei Kilometer genau. Auf dem europäischen Großrechner „MareNostrum“ in Barcelona werden die Berechnungen voraussichtlich sechs Monate dauern – ein normaler PC würde etwa 1600 Jahre rechnen.

„Mit dem Start der Berechnungen zum Windatlas haben wir einen Meilenstein im NEWA-Projekt erreicht. Dies ist das Ergebnis umfangreicher Vorarbeiten, in denen wir viele verschiedene Modelleinstellungen getestet und mit Messdaten verglichen haben“, sagt ForWind-Wissenschaftler Dr. Björn Witha, der auf deutscher Seite maßgeblich an den Simulationen beteiligt ist. Mitte 2019 soll der fertige Windatlas veröffentlicht werden und allen interessierten Nutzern kostenlos online zur Verfügung stehen. Sie können dann für jeden Punkt in Europa Informationen über das langjährige Windklima abrufen: unter anderem interaktive Karten, Zeitreihen und Statistiken von Windgeschwindigkeit und anderen windenergierelevanten Parametern in verschiedenen Höhen. „Der Umfang und die Genauigkeit des Neuen Europäischen Windatlas werden eine neue Grundlage für die Planung der Windenergienutzung in Europa darstellen“, sagt Dr. Bernhard Lange, IWES-Wissenschaftler und Koordinator der deutschen Beteiligung an NEWA.

Das internationale Projekt NEWA startete 2015 und wird für vier Jahre aus nationalen Förderprogrammen der Partnerländer sowie EU-Mitteln mit einer Gesamtsumme von 13,5 Millionen Euro gefördert.

In Deutschland ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beteiligt. Die Projektergebnisse sollen unter anderem einen Beitrag dazu leisten, die Kosten für die Stromerzeugung aus Windparks zu senken.

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