OLDENBURG - Der Mediziner kommt aus Göttingen. Er will die Tumor-Behandlung weiter ausbauen.

von sabine schicke

OLDENBURG - Weiterer Generationswechsel im Pius-Hospital: Dr. Hermann Ayke Klasen, Leiter der Abteilung für Internistische Onkologie, verabschiedet sich in den Ruhestand. Als Nachfolger hat seinen Dienst bereits Professor Dr. Frank Griesinger angetreten. Der 46-Jährige ist Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Internistische Onkologie. Er soll den Weg des Krankenhauses mit der interdisziplinären Diagnose und Therapie von Turmor-Erkrankungen fortsetzen und ausbauen.

Dr. Hermann Ayke Klasen war länger als 30 Jahre lang Arzt im Pius-Hospital, von einer Unterbrechung abgesehen. Für viele Krebs-Patienten war der Leiter der Abteilung für Internistische Onkologie ein vertrauensvoller Ansprechpartner. Der 60-Jährige hat etwa anderthalb Jahrzehnte das überregionale Renommee des Pius auf der Tumor-Therapie mit gestaltet. „Dr. Klasen hat sich mit hoher fachlicher Kompetenz, großem Wissensdurst und starkem persönlichen Engagement auch in fachübergreifenden Netzwerken immer für die bestmögliche medizinische Versorgung unserer Patienten eingesetzt“, bedankt sich Pius-Geschäftsführer Dr. Robert Riefenstahl.

Professor Griesinger absolvierte seine Facharztausbildung in Frankfurt und Minnesota. Anschließend arbeitete er unter Professor Jürgen van de Loo in Münster. In Göttingen war er Oberarzt an der Universitätsklinik, wo er sich auch habilitierte. Seinen Lehrauftrag dort wird er weiter wahrnehmen.

Griesinger gilt als Spezialist in der Behandlung von Leukämie und so genannten soliden Tumoren, besonders im Bronchial- und Lymphombereich. Nach Mitteilung des Pius-Hospitals will Griesinger sich an wissenschaftlichen Studien beteiligen und dadurch den Patienten ermöglichen, früh von neuen Entwicklungen zu profitieren. Die Verantwortung des Arztes ende nicht an der Krankenhaustür, sagt er. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die lernen müssen, mit einer unberechenbaren Krankheit zu leben. Wir haben es auch mit Angehörigen zu tun.“