OLDENBURG/LANDKREIS - Wenn Spitznamen in Erinnerung bleiben, dann hat man Eindruck gemacht – so lautete ein Beitrag bei der offiziellen Verabschiedung von Friedrich Wilhelm Müller als Leiter der Graf-Anton-Günther-Schule am Dienstagnachmittag in Oldenburg.
Für Müller gab es so einige Spitznamen. „Müller Kapstadt“ zum Beispiel, in Anlehnung an seine Tätigkeit als Leiter der Deutschen Schule in der südafrikanischen Stadt. Von dort war er nach Oldenburg gekommen – Wo einige der jüngeren Kollegen einen Hauch des jungen John Wayne in ihm gesehen haben sollen.
Dass Müller Eindruck gemacht hat, wurde in allen Redebeiträgen deutlich. Neben Studiendirektor Frank Binternagel sprachen auch Kollegen aus dem Personalrat und der Fachgruppen Deutsch und Geschichte.
Mit Landrat Frank Eger waren auch Vertreter des Kreistages und der Kreisverwaltung gekommen, außerdem viele Kollegen aus den Oldenburger Gymnasien und den Landkreis-Schulen.
Alle Redner waren sich einig: Ganz vorne stand für Müller immer das Wohl seiner Schule und der Schüler. Dabei sei er auch vor Streit nicht zurückgeschreckt – weder mit Kollegen, Schülern oder Eltern, noch mit seinen Vorgesetzten in Schulbehörde und Ministerium.
Er habe die damals schon gute aber nicht sehr moderne Schule „durchgelüftet“ befand Frank Binternagel – und war sich auch da mit allen Rednern einig.
Landrat Frank Eger lobte Müller als einen Partner, der immer mit großer Sachlichkeit und Überzeugung versucht habe, die Dinge umzusetzen, die ihm wichtig waren.
Eger richtete sein Wort außerdem an die Leitende Regierungsschuldirektorin Anna Menke aus Osnabrück. Er wäre froh gewesen, so Eger, wenn er zum Abschied Müllers schon den neuen Schulleiter hätte begrüßen dürfen. Menke, nicht auf die Nachfolge Müllers einging, zeichnete die Laufbahn des scheidenden Schulleiters nach und lobte besonders sein Engagement in Südafrika, wo sich Müller gegen viele Widerstände für die Öffnung der Schule für schwarze Kinder eingesetzt hatte.
Zum Abschluss des Tages hatte das Kollegium noch ein Spiel vorbereitet. Nach dem Vorbild von „Wer wird Millionär“ musste Müller beispielsweise schätzen, wie viele Zeugnisse er in seinem Leben unterschrieben hat. Mit einem Sektempfang ging die Verabschiedung zu Ende.
