OLDENBURG/LANDKREIS - Der Abiturjahrgang stiftet ein Reiterstandbild. Es stellt Graf Anton Günther dar.
VOn Daniela Dinstbier
OLDENBURG/LANDKREIS - Einen Seitenhieb auf die Landesregierung konnte sich Friedrich-Wilhelm Müller nicht verkneifen, als er gestern die 99 Abiturienten des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums (GAG) aus der Schule entließ: „Eine gründliche Fehleranalyse müsste dem Zentralabitur jetzt folgen. Und dabei sollten die Schulen einbezogen werden.“ Einige Pannen hatte es im Vorfeld bei den Aufgaben des Zentralabiturs gegeben, das Niedersachsen-weit in diesem Jahr zum ersten Mal geschrieben wurde (die NWZ berichtete). Um die internationale Studierfähigkeit der niedersächsischen Absolventen zu gewährleisten, sei eine Analyse dringend notwendig, so der Schulleiter.Zuvor hatte es für die Abiturienten rote und gelbe Rosen geregnet, als sie in die Aula einmarschierten. Diese Huldigung des Abitur-Jahrgangs 2006 hatte sich die Oberstufenkoordinatorin der GAG-Schule, Ulrike Kramer-Sander, ausgedacht. Mit Gedichten – unter anderem von Rainer Maria Rilke und Heinrich Hölderlin – verabschiedete sie sich von den 99 Schülern aus dem Landkreis.
Doch bevor die Abiturienten endlich ihre Zeugnisse in den Händen halten konnten, traten die Lehrer vor, die in den vergangenen zwei Jahren als Tutoren die Schüler betreut hatten. Mit „Der letzte Abgabetermin ist übermorgen“, „Sprecht mit mir“ und „Wer backt nächste Woche einen Kuchen?“ und vielen weiteren typischen Phrasen fassten sie die Zeit zusammen.
Mit der Zeugnisübergabe wurden schließlich Schüler geehrt, die besonders gute Leistungen erbracht hatten. Bettina Haase hat mit der Durchschnittsnote 1,2 das beste Abitur in der Tasche. In Physik schrieb Martin Kunst die beste Abi-Klausur, in Chemie war es Friederike Wübbenhorst. Den Schulsprechern Laura Fuegmann und Jan Renken sprach Schulleiter Müller ebenso seinen Dank aus wie Christina und Anna Ratje, die sich in einem Kunstprojekt für Kindersoldaten in Afrika eingesetzt hatten.
Und damit es bei diesem Jahrgang nicht heißt „Aus den Augen, aus dem Sinn“, übergab Florian Müller an Schulleiter Müller ein Reiterstandbild von Graf Anthon Günther aus Altmetallteilen.
Wardenburg, S.44
