OLDENBURG - Donnerstagabend, City: Ein schicker großer Wagen fährt vor und hält mitten vorm Loft an der Baumgartenstraße. Heraus steigt einer der DJs, die in dieser Nacht im Amadeus, César, Cubes oder Loft auflegen werden. 17 Oldenburger Professoren standen für ihre Studenten mal nicht hinterm Rednerpult, sondern an den Turntables. Knapp 2000 Studenten feierten begeistert zur Musik ihrer „Profs“.

„Die ,Night of the Profs‘ ist eine schöne Sache, denn der Kontakt zu den Studenten wird manchmal zu wenig gepflegt“, findet „DJ Thomas B.“ alias Prof. Thomas Breisig – bei jeder der vergangenen drei „Nights of the Profs“ war der 53-jährige Professor für Organisation und Personal schon mit großem Spaß dabei. Dafür bekam der ACDC-Fan von den Veranstaltern Christian Horneber und Matthias Hunecke zu Beginn der vierten Nacht nun eine Goldene Schallplatte als Dankeschön.

Irgendwann nach Mitternacht stehen Kerstin Müller und Lea Gehlaar dann im Cubes und beobachten gespannt die DJane: denn Gunilla Budde ist die Geschichtsprofessorin der beiden Studentinnen. „Das macht sie sehr gut“, lobt Lea, und Kerstin fügt hinzu: „Obwohl sie ein bisschen ängstlich aussieht.“

Auch Uni-Präsidentin Prof. Babette Simon ließ die Feiernden die Tanzfläche stürmen, und zwar im Amadeus: „Das war besonders gut, weil sie als Präsidentin ja nicht so eingebunden ist in Vorlesungen“, meint Horneber, „Donnerstagnacht bekamen die Studenten sie dann aber mal in Action zu sehen.“ Ob sie aufgeregt ist vor ihrem Auftritt? „Nö“, entgegnet Simon.

Ebenfalls auf Begeisterung stieß Jorge Marx Gomez, denn der Wirtschaftsinformatik-Professor trat im César nicht nur als DJ auf, sondern entpuppte sich als ebenso guter Live-Musiker.

Der Ertrag der Veranstaltung kommt in diesem Jahr der Initiative „steps for children“ von Michael Hoppe zugute. Der Initiator berichtete den Professoren im Vorfeld über seine Arbeit in Okakarara, Namibia.