OLDENBURG - An diesem Sonnabend schreiben alle Abiturienten ihre Deutsch-Klausur fürs Zentralabitur. Trotzdem nahmen sich einige AGO-Schüler am Freitag noch die Zeit, einen Aktionstag zur Nanotechnologie zu gestalten.
Zwei Jahre lang hatten sich die 18 Oberstufen-Schülerinnen und Schüler im neu eingeführten „Seminarfach“ der Zukunftstechnologie gewidmet – Grundlagen gelernt, experimentiert, Forschungseinrichtungen in Darmstadt, Saarbrücken und Stuttgart besucht und Facharbeiten angelegt. Mit dem Thema „Nanomaterialien für den Klimaschutz“ beteiligen sie sich an einem Focus-Wettbewerb. AGO-Lehrerin Silvia Beckhaus (Chemie/Physik), die das Thema angeboten hatte, sagte am Freitag: „Ich wollte mit den Schülern fächerübergreifend an innovativen Fragestellungen arbeiten. Dafür ist die Nanotechnologie bestens geeignet.“ Zwei Drittel der Teilnehmer wollen nun Natur- oder Ingenieurwissenschaften studieren.
„Ich bin bei Null angefangen, ich wusste nichts über die Nanotechnologie“, sagt Axel Schimmel (18) über den Start. Mit Sakarija Mazaoui (18) präsentierte er auf der Nano-Ausstellung im Foyer eigene Nano-Internet-Seiten. „Man hat eine ganz neue wissenschaftliche Welt durch die Nanotechnik entdeckt und neue Tore für die Wissenschaft geöffnet, von der Medizin bis zum Umweltschutz“, sagt Axel. Daneben führt Tingyan Xu ein Rasterelektronenmikroskop vor, das die Schüler aus Lego gebaut haben. Tingyan hat es programmiert. Auch vor der Schule ist unübersehbar, worum es an diesem Tag geht: Ein riesiger Nano-Truck des Bundesforschungsministeriums eröffnet anschaulich die ganze Welt der Chancen und Risiken dieser Technologie.
