OLDENBURG - Die Weltraumlangzeitmission Nr. 26 „MagISStra“ (lat. abgeleitet von „Lehrerin“) hat ab dieser Woche eine besondere Bedeutung für das Neue Gymnasium. Als eine von etwa 800 Schulgruppen aus ganz Europa ist die AG „Na, Erde?“ mit weiteren Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 und 8 am Erde/Orbit-Experiment „Greenhouse in Space“ der europäischen Weltraumbehörde (ESA) beteiligt.
Etwa 14 Wochen lang werden Schüler parallel zum italienischen Astronauten Paolo Nespoli an Bord der internationalen Weltraumstation (ISS) ein Pflanzenexperiment beobachten und dokumentieren. Im Rahmen ihrer Ausbildungsaktivitäten hat die ESA diesen bis Mai dauernden Parallelversuch zur exemplarischen Zucht der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) initiiert. Denn mit zunehmender Dauer der Missionen wird es nötig, dass sich Astronauten selbst im Raumschiff mit Nahrung versorgen. Diese Möglichkeit sollen die Schüler nachvollziehen.
Ziel der ESA ist es, junge Menschen über das Thema Weltraum an die Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. Der Kontakt zur ESA kam durch die Teilnahme des AG-Lehrers Dr. Bernhard Sturm am „ESA Human Spaceflight Teachers Workshop 2010“ zustande. Er wirkte auch an der Anleitung zu dem Experiment mit.
Die NGO-Schüler säten am Montag nach einem Weltraum-Essen und dem Betrachten des Nespoli-Videos von Bord der ISS mit Lupe und Pinzette die winzigen Samen, die nun unter zahlreichen Parametern beobachtet werden, auch im Vergleich zu den Schwerelosigkeitsbedingungen im All, da die Beobachtungen der Pflanzen an Bord regelmäßig über die ESA ins weltweite Netz gestellt werden. Die Schüler tauschen sich zudem mit dem Groen van Prinstererlyceum in Vlaardingen (NL) aus, das sich ebenfalls beteiligt.
