OLDENBURG - Ontje holt sich Nachschlag. Der Getreidelauchbratling mit Röstis trifft den Geschmack des 13-Jährigen aus der 7d des Neuen Gymnasiums. Ontje sagt: „In der Schul-Cafeteria gab es wenig Abwechslung, da sind wir dann zum Imbiss gegangen, jetzt esse ich immer hier.“ Auch sein Freund Luka ist begeistert: „Im Vergleich zu vorher ist die Mensa der Hammer – und es schmeckt voll gut.“
Betreiber ist Mönnich
Die neue Mensa des Schulzentrums Alexanderstraße hat ihren Betrieb aufgenommen – und sie kommt bei den Schülern gut an. An diesem Donnerstag wird sie von Oberbürgermeister Gerd Schwandner offiziell eröffnet. Schwandner verwies am Mittwoch insbesondere auf den Hintergrund für den Bau: „Ein moderne Mensa wie diese an der Alexanderstraße hat eine zentrale bildungspolitische Bedeutung: Sie ist das Bindeglied für ein ganztägiges Lernen und Leben an unseren Schulen.“
Deutsch-Lehrerin Nicole Gourdon sagt: „So etwas brauchen wir. Wir müssen den Schülern etwas bieten, wenn wir nun mehr Nachmittagsunterricht und viele AGs haben.“ Sonst holten sich manche weiter „in der ersten Pause einen Döner und in der zweiten eine Tüte Chips“.
Wegen der Klassenfahrten und dem Abschied des doppelten Abi-Jahrgangs fehlen Betreiber Lars Mönnich von der Fleischerei an der Tannenstraße zurzeit ein paar Essen in der Rechnung. Er sagt: „Wir sind zufrieden, erhoffen uns aber noch etwas mehr, wenn das Schuljahr wieder losgeht.“ Dann könnte die Zahl der Schüler hier von zurzeit etwa 200 leicht auf 250 bis 280 steigen, schätzt Küchenleiter Andreas Schöning, der davor Küchenchef des Landesbehördenzentrums war. Die Stadt will für alle städtischen Mensen ein Computer-Bestellsystem und vermutlich ein Chip-Bezahlsystem installieren, so dass dann auch noch besser kalkuliert werden kann. Zurzeit kann jeder einfach so kommen. Ein Gericht kostet 2,70, das andere 3,30 Euro. Auf den Teller kommen zum Beispiel Saltimbocca, Cordon-bleu, Hamburger, Erbseneintopf, Putencurry oder Seelachsfilet.
Schulleiter Wieland Herold erinnerte am Mittwoch an die lange Anlaufphase für die Mensa des mit 1500 Schülern größten Schulzentrums der Stadt. Die letzte Verzögerung, „die uns etwa zwei Jahre gekostet hat“, hing mit den Stolberg-Plänen und deren Verquickung von Sporthalle, Internat und Mensa hier zusammen. Nun sind aber alle zufrieden. „Auch die Art und Weise der Umsetzung finden wir klasse“, sagt Herold.
1,7 Millionen-Investition
Paul-Willem Schläfke, der Leiter der Haupt- und Realschule Alexanderstraße, sagte: „Es ist ein weiterer Ort hier am Zentrum entstanden, an dem Schüler sich wiederfinden können, ein Ort der Kommunikation und dazu mit einer ganz frischen Küche.“
Platz bietet die zweistöckige Mensa mit ihren fast 200 Plätzen für etwa 400 Schüler in zwei Schichten. Außerdem gibt es einen Erdkunde- und einen Computerraum. Die Bäume blieben weitgehend erhalten, es entstanden 42 Autoparkplätze, die die 65 provisorischen Stellplätze ersetzen. Die Freiraumplanung stammt vom Büro Kilian + Frenz aus Sandkrug. Investiert hat die Stadt in den Erweiterungsbau 1,7 Millionen Euro.
