OLDENBURG - Lernen kann man überall, auch auf dem Abenteuer- und Bauspielplatz. Dorthin werden Schüler der Comeniusschule ab August regelmäßig vormittags gehen. Der Spielplatz der Stadt und die Förderschule werden enger zusammenarbeiten. „Mit technischer Unterstützung durch die Mitarbeiter des Abenteuerspielplatzes wird unser schulisches Angebot um einen attraktiven außerschulischen Lernort erweitert“, sagt Schulleiter Stephan Hagemann. Die Schule kooperiert bereits u.a. mit den beiden Landesmuseen. Im Gegenzug kann die Freizeitstättenliga, in der auch der Bauspielplatz vertreten ist, im Winter in der Halle der Comeniusschule trainieren.
„Prinzipiell kann alles außerhalb der Schule zu einem interessanten Lern- und vor allem Erfahrungsraum werden“, sagt Hagemann. Sowohl der musische als auch der kulturelle und der technische Bereich würden hier abgedeckt. Die praktischen Erfahrungen intensivierten das Weiterlernen in der Schule.
„Freizeitpädagogische Angebote der Stadt werden so mit schulischen Angeboten vorbildlich vernetzt“, sagt Bauspielplatzleiter Michael Köhler. Der Ort biete viele Chancen, weil es den Schülern „einfach gut tut, mal aus dem normalen Klassenraum rauszukommen, die Stärken der Kinder kommen stärker zum Tragen“. Sie können gemeinsam Hütten planen und bauen, schmieden und klettern. „Wir können dort auch einen genialen Mathematikunterricht machen“, nennt Hagemann ein Beispiel – egal, ob es darum gehe, Flächeninhalte zu berechnen oder schneller als in jeder Theoriestunde den Umgang mit dem Zollstock zu lernen.
