OLDENBURG - In den Schulen sitzen immer mehr Mädchen und Jungen mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten. Das haben die Therapeuten des Vereins Harfe bei ihrer Arbeit festgestellt. „Der Bedarf an Unterstützung ist gestiegen“, weiß Diplom-Psychologin Sigrid Schwabe. Im Vorjahr hätten mehr als 300 Kinder und Jugendliche die Angebote des Vereins in Anspruch genommen. In früheren Jahren seien es 150 Kinder und Familien betreut worden.
Als eine von mehreren Ursachen für Auffälligkeiten nennt Sigrid Schwaben den verstärkten Medienkonsum der Kinder. „Auf der anderen Seite sind auch immer mehr Eltern mit der Erziehung überfordert“, sagt sie.
Der vor 20 Jahren gegründete Verein Harfe hat das Ziel, Kinder und ihre Familien pädagogisch-therapeutisch zu unterstützen.
Die heutige Geschäftsführerin Andrea Hufeland gehörte 1990 zusammen mit anderen Pädagoginnen zu den Gründern des Vereins. Ursprünglich boten die Experten mobile und ambulante heilpädagogische Frühförderung für behinderte und von Behinderung bedrohte Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder an. Nach Verhandlungen mit den Kostenträgern konnte noch im Gründungsjahr mit der Arbeit begonnen werden. Damals bestand das Team mit Sitz in der Ratsherr-Schulze-Straße aus drei Mitarbeitern.
Größere Räume fand der Verein 1994 am Schulweg. In dem Jahr war auch das Angebot um die heilpädagogische Arbeit mit Schulkindern erweitert worden. Seit 1996 gehören auch Diagnostik und Beratung sowie Psychotherapie, Kunsttherapie und Fachberatung für Kindergärten und Schulen zum Angebotsspektrum. Spezielle Therapien für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche kamen später hinzu.
Weil der Platz am Schulweg nicht mehr ausreichte, entschlossen sich die Verantwortlichen des gemeinnütziges Vereins vor sieben Jahren, ein eigenes Haus zu kaufen. Im Herbst 2003 zogen die Therapeuten ins Haus Kanalstraße 21. Heute arbeiten zehn Pädagoginnen und drei Psychologinnen. Zu den besonderen Angeboten zählt die kostenlose Elternsprechstunde. Dabei werden Eltern in Erziehungsfragen beraten.
(ehemals Bahlsen), Stedinger Straße 30-32, feiert der Verein Harfe am Sonnabend, 28. August.
mit Festvortrag leitet die Feierlichkeiten ab 10 Uhr ein. Zu der geschlossenen Veranstaltung sind rund 100 Erzieher, Pädagogen, Mediziner, Psychologen, Therapeuten und Vertreter von Behörden eingeladen. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Renate Zimmer zum Thema „Ohne Sinne kein Verstand“.
(15 bis 18 Uhr) sind alle Oldenburger eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Installation „Rote Achse“. Dabei werden alle Sinne auf kreative Art angesprochen. An Stationen können die Besucher z.B. balancieren und besondere Düfte wahrnehmen.
verspricht der Auftritt des Theaters „Schlickenspitz“. Ab 16 Uhr steht das Stück „Fit ist der Hit“ auf dem Programm.
