OLDENBURG - Jungen geraten ins Hintertreffen – das ist eine allgemeine Beobachtung und sie gilt auch für den Unterricht, nicht nur, weil zwei Drittel der Schulabbrecher Jungen sind. „Die Schule ist heute so aufgebaut, dass dort brave Mädchen besser klarkommen als wilde Jungen“, sagt Bernd Siegel, Vorsitzender des Oldenburger Stadtelternrats und Vorstandsmitglied des Landeselternrats. Das gelte für viele Bereiche wie Lernthemen, Sozialverhalten und Bewegungsdrang.

Nun laden der Stadtelternrat und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt gemeinsam am Sonnabend, 26. April, von 10 bis 16 Uhr zu einer Fachtagung unter dem Titel „Weil ich ein Junge bin. . .“ ein. In einem Referat unter dem Titel „Sind unsere Jungen überfordert?“ beschreibt Frank Beuster, Lehrer und Buchautor („Die Jungenkatastrophe“), welche Anforderungen an Jungen gestellt werden, mit welchem Verhalten sie darauf reagieren und was Jungen brauchen, um innerlich stark zu werden.

In Workshops geht es unter anderem um jungengerechte Erziehung, Umfeldgestaltung und Begleitung. Mit Lehrern, Sozialwissenschaftlern, Erziehern und Psychologen werden einzelne Themen vertieft: „Jungen in Kindergarten und Hort“, „Am schönsten sind die Pausen – Grundschulalltag für Jungen“, „Jungenarbeit in Schulen“ und „Was macht Jungs zu Jungs?“. Auch der Jungenfreundlichkeit Oldenburgs ist ein Workshop gewidmet.

Anmelden kann man sich bis 21. April per Mail unter jungenveranstaltung-ol@oldenburg.de (mit Name, Vorname, Mailadresse, Telefon). Die Teilnahme kostet 5 Euro. Infos geben Kornelia Ehrhardt, Tel. 235-2135 und Silke Hambrock, Tel. 500 14 28.