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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Ein Oldenburger regiert Hamburg

18.08.2018

Oldenburg Das Gebäude ist noch dasselbe. Nur der einstige Klassenraum von Dr. Peter Tschentscher existiert nicht mehr: ein Pavillon, der mittlerweile abgerissen wurde. Den Termin beim Oldenburger Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nutzt der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg für einen kurzen Abstecher in seine einstige Schule, das Gymnasium Eversten. Schulleiter Andreas Jacob begrüßt den ehemaligen Schüler, der immerhin Regierungschef in einem Bundesland geworden ist, in seinem Büro. „Waren Sie oft hier?“, fragt er den hohen Gast. „Ich kann mich nicht erinnern. Hier war man nur, wenn man etwas ausgefressen hatte“, sagt Tschentscher.

In der Tat hatte der damalige Direktor wohl wenig Anlass, mit dem Schüler Tschentscher zu schimpfen. Peter Tschentscher war ein Einser-Schüler, der 1985 das Abitur am Gymnasium Eversten bestand. Schulleiter Jacob hat den Ordner des Jahrgangs 1985 beschafft. Peter Tschentscher kann seine (beeindruckenden) Schulzeugnisse, die dort in Kopie beziehungsweise als Notenlisten enthalten sind, nachblättern. Erdkunde in Klasse 11 war befriedigend, die anderen Fächer dafür umso besser, Deutsche, Mathe, Geschichte im Einser- und Zweier-Bereich. Deutschlehrer Karl Löbner hat tatsächlich sein Notenheft aus dem Jahr 1982 mitgebracht, in dem Tschentschers Leistungen ebenfalls dokumentiert sind. Und Tschentschers ehemaliger Lehrer Udo Tolle, Klassenlehrer in der Mittelstufe, erinnert sich an die Theater-Arbeitsgemeinschaft. Für alle hat Hamburgs Erster Bürgermeister ein freundliches Wort, er freut sich, die alte Schule wiederzusehen, entdeckt sich auf dem Foto des Abiturjahrgangs 1985 wieder. Es waren politische Zeiten, als Tschentscher Abitur machte, erinnern sich Mitschüler. In der Abi-Zeitung 1985 ist ein Marx-Porträt abgebildet und die ironische Bemerkung darunter zur Lernmotivation: „Analyse eines im Minimum vorhandenen Stoffes“. Ehemalige erinnern sich auch an ein (von Schülern ersonnenes) Rollenspiel „Atomkrieg“ in der Aula (für das eine von Berufsverbot bedrohte Lehrerin später in Schwierigkeiten geriet) – Schule in Zeiten des polarisierenden Nato-Doppelbeschlusses zur Nachrüstung.

Tschentscher ist gern in Oldenburg zur Schule gegangen, das wird beim Besuch deutlich. Nach dem Schulstart in Bremen kam ihm die Grundschulzeit am Staakenweg, dann an der Orientierungsstufe und am Gymnasium Eversten geradezu beschaulich vor.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091
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Gymnasium Eversten

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