OLDENBURG - Ziel ist, die Kinder besser zu fördern. Vorgestellt wird das Projekt am 6. September.

Von Rainer Dehmer

OLDENBURG - Schnelle Reaktion auf Schülerstudie: Unter Federführung des Präventionsrats startet im Stadtsüden das Projekt „Ein Stadtteil für starke Kinder“. Mit einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 6. September, 20 Uhr, in der Freizeit- und Begegnungsstätte „Frisbee“, Dwaschweg 281, wollen die Organisatoren (u.a. Stadt, Universität, Erwachsenenbildung, Tagesstätten und Schulen) den Bürgern aus Krusenbusch und Bümmerstede das Vorhaben bekannt machen.

„Ziel ist, die Entwicklung der Kinder zu unterstützen und ihnen damit bessere Bildungschancen zu ermöglichen“, erklärt Gerd Koop vom Präventionsrat. Ausarbeiten möchten Koop und seine Mitstreiter Angebote für Familien, deren Kinder derzeit Kindergarten oder Grundschule besuchen.

Den Anstoß dafür gab das Kriminologische Institut Hannover mit seiner repräsentativen Untersuchung zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen(NWZ berichtete). Oldenburg schnitt bei der Mitte Juli vorgestellten Studie zwar positiv ab, Instituts-Chef Christian Pfeiffer beklagte aber, dass auch die Oldenburger Schüler überdurchschnittlich viel Zeit vorm Fernseher oder Computer verbrächten. Denn: Hoher Medienkonsum drücke die Schulnoten, so das Untersuchungsergebnis von Pfeiffer.

„Schulerfolg von Kindern ist die Voraussetzung für spätere gesellschaftliche Teilhabe und Lebensglück“, sagt Wilm Renneberg, Leiter des Oldenburger Fortbildungszentrums, der das vom Landespräventionsrat finanziell geförderte Stadtteil-Projekt vorbereitet. Seinen Angaben nach sollen zunächst Eltern zu Multiplikatoren ausgebildet werden. Zu deren Aufgaben wird es u.a. gehören, insbesondere bei ausländischen Eltern dafür zu werben, den Nachwuchs im Kindergarten anzumelden. „Damit die Kinder von Anfang gefördert werden“, erklärt Renneberg. Dazu zähle auch das Erlernen der deutschen Sprache.

Darüber hinaus sind Vorträge zu erziehungsrelevanten Fragen und spezielle Bewegungsangebote geplant. Mitarbeiten sollen auch Sportvereine und Kinderärzte. Alle Gruppen, die sich beteiligen möchten, sind zur Auftaktveranstaltung eingeladen.

In einem noch einzurichtenden Projektbüro in der Freizeitstätte „Frisbee“ koordinieren später zwei Mitarbeiter des Präventionsrates die Angebote. Jugenddezernent Martin Schumacher sieht in einem Vorhaben im Stadtsüden „ein Pilotprojekt für die ganze Stadt“.