OLDENBURG - Die Schüler trafen sich im Alten Landtag. Eingeladen hatten Präventionsrat und Universität.

Von Rainer Dehmer

OLDENBURG - Junge Streitschlichter unter sich: 220 Kinder und Jugendliche aus 17 Schulen trafen sich gestern beim 1. Forum für Schülerstreitschlichter im Alten Landtag, um in Workshops ihre Erfahrungen auszutauschen. Eingeladen hatten Präventionsrat, Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) der Universität und Polizeidirektion.

„Mit der Veranstaltung wollen wir die Schüler aktiv bei ihrer anspruchsvollen Arbeit unterstützen“, erklärten OFZ-Leiter Wilm Renneberg und Gerd Koop (Präventionsrat). Die Notwendigkeit des Schülerengagements betonte Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau: „Die Arbeit der Streitschlichter ist die beste Prävention gegen Schulgewalt.“

Dass die Arbeit Früchte trägt, bestätigte Anna-Katharina Schommer von der Hauptschule Ofenerdiek. „Seit wir Streitschlichter an der Schule haben, gibt es weniger Probleme“, sagt die 16-Jährige, die seit zwei Jahren als Konfliktmanagerin aktiv ist. „Die Arbeit macht auch Spaß“, ergänzt Neele Kutzky (16) von der Realschule Alexanderstraße.

Den Grundstein für das Projekt legten Präventionsrat und OFZ durch die Ausbildung von Lehrern zu Schulmediatoren. Die inzwischen fast 100 Schulmediatoren bilden wiederum Schüler aus.

Aufgabe der Streitschlichter ist, in Konfliktsituationen zu vermitteln. Es geht dabei um Beleidigungen, kleinere Rangeleien, Diebstähle und Hänseleien. Die Streitschlichter holen die Kontrahenten an einen Tisch und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

„Ich wünsche mir, dass wir öfter angesprochen werden. Mir selbst hat die Arbeit viel gebracht. Ich mische mich auch in der Freizeit ein, wenn es Streit gibt“, sagt Julian Schuhknecht (15) von der Realschule Hochheider Weg.