OLDENBURG - OLDENBURG - Sie verhindern Gewalt unter Kindern und Jugendlichen und tragen zum Schulfrieden bei: Rund 150 Schülerinnen und Schüler leisten durch ihren ehrenamtlichen Einsatz als Streitschlichter einen Beitrag zu einem besseren und toleranten Miteinandern und übernehmen Verantwortung für sich und andere. Um diesen Mädchen und Jungen erstmals die Möglichkeit zum Erfahrungstausch zu geben, organisieren Präventionsrat, Oldenburger Fortbildungszentrum (Universität) und Polizei das 1. Oldenburger Forum für Schülerinnen- und Schülerstreitschlichter aus den 5. bis 13. Klassen aller Oldenburger Schulen.
Am Donnerstag, 15. Juni, 8 bis 13.30 Uhr, dreht sich im ehemaligen Landtag am Tappenbeckplatz alles um die anspruchsvolle Arbeit der Schülerstreitschlichter. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Gewalt an deutschen Schulen scheint es uns dringlicher denn je, die Schüler selbst in ihrer Rolle und Kompetenz als Streitschlichter ernst zu nehmen und zu unterstützen“, erklärt Wilm Renneberg, Leiter des Oldenburger Fortbildungszentrums. Die jungen Leuten sollen sich bei dem Treffen austauschen und von den Ergebnissen, Erfolgen und Schwierigkeiten ihrer Arbeit berichten.
Das Programm sieht vor, dass sich die Schüler nach der Eröffnung des Forums durch Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau und Gerd Koop (Präventionsrat) in Workshops zusammensetzen. Die jeweiligen Themen, die mit pädagogischer Begleitung in den Gruppen besprochen werden, können sich die Kinder und Jugendlichen selbst aussuchen. Am Ende des Tages stellen die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen vor. Der Präventionsrat finanziert seit mehreren Jahren über Sponsoren die Ausbildung von Lehrern zu Schulmediatoren. Fast 100 Lehrer haben die Ausbildung (Gesamtkosten: rund 100 000 Euro) bereits hinter sich und bilden nun die Schülerstreitschlichter aus.
Schüler, die sich noch nicht für das Forum am 15. Juni angemeldet haben, können dies noch tun. Das Anmeldeblatt gibt es in den Schulsekretariaten.
