OLDENBURG - Der Naturschutzbund ist zufrieden, die Umweltstiftung Weser-Ems sieht sich bestätigt in ihrer Arbeit, die VHS-Jugendwerkstatt hat ein sinnvolles Projekt umgesetzt, Silke Vatterodt in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr einen würdigen Abschluss geschafft: Anlass der kollektiven guten Laune war am Donnerstag die Eröffnung einer neuen Hütte im Nabu-Naturgarten am Marschweg.
Das Grundstück hat die Umweltstiftung Weser-Ems dem Naturschutzbund zur Verfügung gestellt, der dort eine Streuobstwiese mit alten Obstbaumsorten, einen Heilpflanzenbereich und Nutzgarten angelegt hat. Der Nabu nutzt das Gelände insbesondere für die Kinder und Jugendarbeit sowie Umweltbildung. In dem neuen Schuppen (der alte war im Laufe der Jahre verrottet) lagern Gartengeräte und er dient den Gästen bei Regen als Unterstand. Zusammengebaut wurde er von Mitarbeitern der VHS-Jugendwerkstatt, die sich über den sinnvollen Arbeitsauftrag freuten.
Das begrünte Dach wurde von Silke Vatterodt geplant und bepflanzt. Die 21-Jährige hat ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Naturschutzbund absolviert und viel Eigenarbeit in das Projekt gesteckt. Eine Folie auf dem Dach schützt das Holz des Schuppens vor Feuchtigkeit von oben, viele Eimer eines Sand-Erde-Gemisches hat sie über eine Leiter nach oben getragen und verteilt. Die Pflanzen, die nun Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle dienen, hat die 21-Jährige im Fachhandel gekauft. Sie sind sehr robust und ertragen auch längere Trockenzeiten. Für den Garten ist das Dach eine weitere Attraktion. Nabu-Bezirksvorsitzender Rolf Grösch: „Seit über zehn Jahren nutzen wir bereits dieses Naturgartengelände. Es ist ein wunderbares Naturerlebnisgelände mitten in der Stadt.“ Und das Interesse der Menschen an der Natur wächst, stellt Nabu-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers fest: „5000 Publikumskontakte haben wir monatlich. 90 Prozent aller Besucher oder Anrufer wollen ihren Garten naturnah umgestalten.“
