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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Dem Glück gemeinsam entgegensingen

19.12.2018

Oldenburg „Gute Vorbilder, Bildung und dem eigenen Leben einen Sinn geben, das fördert unser Glück“, fasst Eckart von Hirschhausen bei den 10. Oldenburger Schlossgesprächen am Ende zusammen. Unter dem Titel „Glück kommt selten allein – Warum Gemeinschaft, Mitgefühl und Singen wichtig sind“, diskutierten vier Experten mit dem bekannten Mediziner und Autor.

Wer dabei sein konnte, hatte Glück, „die Karten wurden ausgelost. Es gab über 1000 Anmeldungen“, sagte Stephanie Abke von der EWE Stiftung, die gemeinsam mit der Universität Oldenburg das Event veranstaltet.

Hirschhausens Gäste zum Thema Glück: Gunter Kreutz, Professor für Systematische Musikwissenschaften an der Universität Oldenburg, Jutta Allmendinger, Professorin für Bildungssoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Anselm Bilgri, Theologe, Coach und Mediator, ehemals Benediktiner und Cellerar der Abtei St. Bonifaz sowie Tobias Esch, Mediziner und Gesundheitswissenschaftler.

„Singen verbindet die Menschen“, beschreibt Gunter Kreutz einen Weg zum Glück. Der Musikwissenschaftler betont, dass Singen unmissverständlich ist, während die Sprache oft ihre Fallstricke in der Kommunikation mit sich bringt. Vor allem das gemeinschaftliche Singen, würde sich sogar positiv auf den Körper auswirken: „Dabei wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet“, weiß auch Hirschhausen.

Jutta Allmendinger setzt den Fokus auf Bildung. Sie sieht die hohe Zufriedenheit in skandinavischen Ländern im fortschrittlichen Bildungssystem begründet. Dabei entstehe aber auch ein Paradoxon in der Glücksforschung: „Sich ernsthaft mit der Frage, ob man wirklich glücklich sei, zu beschäftigen, ist ein Privileg, was nur in Ländern erreicht wird, in denen die Menschen per se schon einen hohen Zufriedenheitsgrad haben.“

Für den Theologen Anselm Bilgri hängt das Glück davon ab, ob man im Leben einen Sinn sieht, der einem Kraft gibt. „In der Generation y (why – warum) suchen die Menschen gerade in ihrer Arbeit verstärkt nach dem Sinn. Sie möchten spüren, warum sie etwas tun.“

Für Mediziner Tobias Esch ist klar, sich zu vergleichen macht unglücklich. „Wer damit beschäftigt ist, nach rechts und links zu schauen, leidet häufiger unter Neid und Missgunst.“ Zusammen mit Hirschhausen hat der Mediziner jüngst das Buch „Die bessere Hälfe“ herausgebracht. In diesem gehen die beiden Wissenschaftler der Frage nach, warum wir das Altern oft verteufeln. „Jeder Mensch hat zwei Leben, und die zweite Hälfte beginnt, wenn man begreift, man hat nur eins“, zitiert Hirschhausen.

Neben dem geistigen Input gab es für die 200 Gäste auch praktische Einlagen. Esch führte sie in eine entspannende Atemübung, Hirschhausen iniziierte ein Kanonsingen. „Wie wäre es, ein Glückstagebuch zu führen?“, gab der Moderator seinen Gästen mit auf den Heimweg.

Freya Adameck
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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