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Schulausschuss Diskussion um weitere IGS-Standorte

OLDENBURG - In der von Linken, Grünen und SPD forcierten Debatte um eine vierte IGS sind am Dienstagabend im Schulausschuss drei mögliche Standorte genannt worden: Eversten mit GEO und Oberschule Eversten, Alexanderstraße mit NGO und Oberschule Alexanderstraße sowie Ofenerdiek mit der Oberschule Ofenerdiek.

Zuvor hatten SPD und Grüne mit Hinweis auf fehlende IGS-Plätze die Vorbereitung auf eine vierte IGS gefordert. Jürgen Krogmann (SPD) und Rita Schilling (Grüne) verwiesen auf die Eckpunkte-Vereinbarung von SPD und Grünen. Darin kündigen sie „die sofortige Einleitung des Verfahrens zur Schaffung einer 4. IGS“ an.

Streit um Öffentlichkeit

Die jetzige Nennung von Namen lehnten SPD und Grüne ab. Dagegen wehrte sich ebenfalls Dezernentin Dagmar Sachse, die aber auch dafür warb, nach den massiven Veränderungen in der Schullandschaft, sich die Neuerungen erstmal entwickeln zu lassen. Allerdings habe eine Arbeitsgruppe „drei Standorte für eine mögliche vierte IGS in den Blick genommen“, so die Verwaltung.

Jonas Christopher Höpken (Linke) forderte den Standort Ofenerdiek. Die CDU, die die Voraussetzungen für eine vierte IGS eher skeptisch beurteilt, nannte den Standort-Vorstoß der Linken insofern richtig, als „eine vierte IGS heißt, dass erneut eine oder mehrere Schulen geschlossen werden müssen“, so Dr. Esther Niewerth-Baumann. Anders als bei der letzten IGS-Umfrage müssten die Eltern „frühzeitig wissen, um welchen Standort es geht“. Der FDP-Politiker Hans-Richard Schwartz sagte, „ein IGS-Standort müsste einer sein, wo ein gymnasiales Angebot besteht, da kämen nur Eversten oder NGO in Frage. Ein Gymnasium würde auf der Strecke bleiben, das muss man klipp und klar sagen.“

In einer ersten Reaktion kündigten Vertreter des NGO ihren Widerstand an. GEO-Leiter Günther Hoyndorff sagte: „Ich halte weder Alexanderstraße noch Eversten für sinnvoll, auch wegen der Nähe zu IGS Flötenteich und Helene-Lange-Schule.“

Oberschulen wollen Zeit

Neben der Kostenfrage gebe es Zweifel, ob die nötige Zahl gymnasialempfohlener Kinder, die auf eine vierte IGS wollten, erreicht werde. Ein „vernünftiger Kompromiss“ könne sein, die IGS Flötenteich auszubauen – eine Möglichkeit, die auch die Stadt schon anklingen ließ. Zum übernächsten Schuljahr (2013/14) wäre hier wohl ein Ausbau von Vier- auf Sechszügigkeit möglich. Im Gegensatz zu einer IGS-Neugründung gäbe es dort auch ein vollwertiges Ganztagsangebot, so die Befürworter.

Antoinette Otte, stv. Leiterin der Oberschule Ofenerdiek, sagte am Mittwoch auf Anfrage, sie gebe zwar „keine grundsätzliche Stellungnahme gegen eine IGS“ ab, „Ofenerdiek, Alexanderstraße und Eversten sind aber gerade erst Oberschulen geworden“, so Otte. „Wir würden es bevorzugen, wenn man den Oberschulen die Zeit ließe, ihr Profil zu entwickeln, in Ruhe zu arbeiten und das auszubauen. Eine der Stärken könnte etwa in der sehr guten beruflichen Orientierung liegen.“

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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