Oldenburg - 117 Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kreyenbrück bekamen am Dienstag kein Mittagessen in der Schulmensa, obwohl ihre Eltern dafür bereits bezahlt hatten. Als Grund stellte sich später eine technische Panne des digitalen Bezahlsystems MensaMax heraus. Nach dem Scannen des Mensa-Chips vor der Essensausgabe zeigte der Computer fälschlicherweise ein fehlendes Guthaben auf dem Essenskonto an (siehe Infokasten). „Da für uns nicht eindeutig zu ersehen war, dass es sich hier um einen Fehler der Technik handelte, durfte an die betroffenen Schüler kein Essen ausgegeben werden“, bedauert Schulleiter Jens Kazmirek.

Auf Nachfrage bestätigt Stadtsprecher Reinhard Schenke den Vorfall. Ohne ausreichendes Guthaben in MensaMax dürfe eine Teilnahme am Mittagessen grundsätzlich nicht erfolgen. Das sei die Vorgabe für die weiterführenden Schulen der Stadt Oldenburg. Sei eine Essensausgabe dagegen aus technischen Gründen nicht möglich, würden die Schülerinnen und Schüler dennoch versorgt. Die Kosten trage die Stadt Oldenburg. Im aktuellen Fall sei der Fehler aber nicht direkt als technisches Problem zu erkennen gewesen.

Aufgetreten ist die Panne laut Schenke im Zuge der Umstellung auf das elektronische Zahlsystem EBICS. Das werde auch bei anderen Schulen mit MensaMax eingeführt. Die Stadt Oldenburg entschuldigte sich und will allen Eltern kurzfristig den Essensbeitrag zurücküberweisen.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg