OLDENBURG - Hartmut Steinhauer, der Leiter der IGS Flötenteich, hatte in der Sitzung des Stadtelternrates angemahnt, sich so bald wie möglich für einen dritten IGS-Standort zu entscheiden. Die Verunsicherung bei allen Betroffenen sei groß genug.

Nun wird es konkret. Am Montag steht das Thema – zumindest indirekt – auf der Tagesordnung der Ratssitzung, weil die FDP einen Antrag eingebracht hat, noch einmal in Ruhe zu überlegen und „nicht unter Zeitdruck eine falsche Entscheidung zu treffen“. Wird dieser Antrag abgelehnt, folgt am Dienstag im Schulausschuss die Abstimmung über den Antrag der Linken, den IGS-Standort an den jetzigen Haupt-, Real- und Gymnasialstandorten in Kreyenbrück einzurichten (siehe Infokasten).

Das Ergebnis steht noch keineswegs fest. Von den Grünen gibt es keine Festlegung, aber eine Empfehlung für Kreyenbrück, die FDP hat mit ihrem Vertagungsantrag Distanz zu einer sofortigen Entscheidung signalisiert, und die SPD scheint noch zerrissen. Während die Schulpolitikerin Gesine Multhaupt den Schuldezernenten lobte, nachdem er im Stadtelternrat nicht nur die IGS-Argumente für Kreyenbrück sondern auch die für Osternburg in Erinnerung gerufen hatte, gibt es andere Kräfte in der SPD, die auf einen Standort in Kreyenbrück drängen. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag im Schulzentrum Kreyenbrück informierten sich Gesine Multhaupt und Ursula Burdiek (SPD) noch einmal über die Argumentation dort.

Die CDU kündigte am Freitag an, den Antrag der Linken abzulehnen. Der CDU-Stadtbezirk Mitte/Süd spricht sich „eindeutig gegen die Errichtung einer dritten IGS an den Standorten des Schulzentrums Osternburg und des Schulzentrums Kreyenbrück“ aus. Und die CDU-Schulpolitikerin Esther Niewerth-Baumann sagte: „Es ist in Kreyenbrück absolut widersinnig, den starken, sehr gut funktionierenden, dreigliedrigen Standort zu schließen.“ Vielen sei zudem nicht bewusst, dass an einer fünfzügigen IGS viele Haupt- und Realschüler aus dem Stadtsüden – anders als in der jetzigen Situation – keinen Platz fänden.