OLDENBURG - Parteien und Stadtelternrat haben auf die Veröffentlichung der IGS-Anmeldezahlen reagiert.
Der Elternrat weist daraufhin, dass die Zahl von 254 abgelehnten Schülern „ausreichte, um damit gleich zwei vierzügige Gesamtschulen zu errichten“. Politik und Verwaltung müssten nun „gemeinsam unverzüglich Sorge tragen, dass eine dritte IGS zum Schuljahr 2010 bereitsteht“. Neben der Klärung der Standortfrage müsse eine Arbeitsgruppe „das Programm für die pädagogische Arbeit erstellen“.
Die Grünen fordern nicht nur „dringlichst einen Standort“ für die IGS zu finden, sondern befürworten auch „die Gründung weiterer IGSen“. Auf ihrer Mitgliederversammlung haben sie sich zudem für die Gründung einer Oldenburger Modellschule für Niedersachsen ausgesprochen, die nach skandinavischem Vorbild zusammen mit der Universität entwickelt werden solle. In ihr sollen Kinder von Klasse 1 bis zum Ende der Sekundarstufe 1 gemeinsam beschult werden. Angesichts der Zahl der abgelehnten Schüler „unterstützt die Linke auch weiterhin die Forderung der Eltern, mit der Planung einer vierten IGS zu beginnen“.
Unterdessen kritisiert die CDU die geringe Quote an angenommenen Hauptschülern an den IGSen. Eine Schulform, die ihrem Integrationsauftrag gerecht werden wolle, müsse auch mindestens ein Drittel der Hauptschulempfohlenen aufnehmen und nicht nur knapp über zehn Prozent. Das erkläre auch, warum der Migrantenanteil an diesen Schulen so niedrig sei. Dies müsse „sofort korrigiert werden“, so die CDU.
