OLDENBURG - Unsichtbares sichtbar machen und das Thema Wissenschaft mitten in die Stadt holen, das wollen die Verantwortlichen der Projekte „Energien für Übermorgen“. Dazu bringen sie die „Lebensadern“ der Stadt an die Oberfläche und geben einen Einblick in das unterirdische Leitungsnetz. Gemeinsam mit Vertretern von Projektpartner EWE stellten Claus Spitzer-Eversmann und Dr. Rainer Lisowski (Stadt der Wissenschaft) am Freitag die nächsten drei Projekte vor, die am Donnerstag, 11. Juni, eröffnet werden: die Wissenschaftsbox „Schlaues Haus“ auf dem Schlossplatz, die Installation „Lebensadern“ auf dem Julius-Mosen-Platz und die „Spur der Wissenschaft“ quer durch die Stadt.
Blickfang der Licht- und Medieninstallation „Lebensadern“ ist die fünf Meter hohe Säule „Strom“, die mit 30 LED-Leuchten bestückt ist. „An ihrem Farbverlauf lässt sich zu jeder Zeit ablesen, wie viel Strom in Oldenburg gerade verbraucht wird“, erklärt Dr. Claudia Schneider, Projektleiterin der Stadt der Wissenschaft bei der EWE.
Intention sei, die Bürger zum Nachdenken über den Energieverbrauch anzuregen. „Das, was im Großen passiert, ist schließlich das, was ich im Kleinen mache“, sagt Dr. Jörg Hermsmeier, Leiter der Forschungsabteilung bei EWE. So werde die Säule morgens, zu Spitzenzeiten, rot leuchten, dann wieder langsam grün werden. Nachts wird sie blau.
Die Wissenschaftsbox „Schlaues Haus“, ein temporäres Projekt und nicht zu verwechseln mit dem „Schlauen Haus“ am Schlossplatz 16, zeigt technische Visionen aus den Bereichen Energie und Wohnen. An ausgewählten Themen wie Brennstoffzellen, Photovoltaik und Offshore-Windenergie wird gezeigt, woran in Oldenburg geforscht wird, etwa einem „schlauen Kühlschrank“, der über bestimmte Signale Energiespitzen vermeiden kann. Interaktive Exponate laden zudem zum Mitmachen ein. Mit einer Erfindung des Informatik-Institutes Offis etwa erlebt der Besucher am eigenen Leib, wie sich Schwerhörigkeit auf Knopfdruck mit einer Art intelligentem Fernseher deutlich mindern lässt.
Auf der „Spur der Wissenschaft“ hingegen werden Forschung und Gegenwart verbunden. Auf zehn Stelen, die in der Stadt verteilt sind, stellen sich Einrichtungen der Energieforschung vor. Über eine kostenlose Nummer können Interessierte Informationen per Handy anwählen.
