OLDENBURG - Lange Gesichter – zunächst: Zum Sieg im großen Finale der besten Vier bei der Fernseh-Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“ am Sonnabend in der ARD hat es für die 7b der Liebfrauenschule am Ende nicht gereicht. Doch nachdem die erste Enttäuschung verflogen war, stellte sich bei den Schülerinnen und Schülern Stolz auf den dritten Platz ein.

Und das zurecht. Jede Menge schwierige Fragen aus allen Wissensgebieten hatten die Liebfrauenschüler meist korrekt beantwortet. Janne-Mieke Tuchenhagen (13) und Tabea Völke (12), die für ihre Klasse am Ratepult saßen, ließen sich dabei von den Kameras nicht nervös machen und holten stets wichtige Punkte.

Auch am Sonnabend sah es zunächst gut aus. Beim ersten Zwischenstand lagen die Oldenburger noch auf einem geteilten ersten Platz. Doch nach 15 Fragen fehlten zehn Punkte auf den zweiten Rang, der den Einzug ins finale Duell bedeutet hätte. Dies bestritten dann Klassen aus Bremen und Berlin, letztere holte sich am Schluss den Sieg.

„Natürlich waren wir am Anfang sehr enttäuscht“, gibt Janne-Mieke zu. Doch die Laune besserte sich schnell. Tabea: „Es war toll, dass wir so weit gekommen sind.“ Zumal allein die Teilnahme an den Dreharbeiten, die bereits vor mehreren Wochen stattfanden, ein Gewinn für die Klasse war. „Es war sehr spannend, auch mal hinter die Kulissen zu gucken“, erzählt Tabea.

Auch Klassenlehrer Sebastian Siebels meint, dass seine Schützlinge von dieser Erfahrung profitieren. „Die Klasse hat eine Menge Euphorie mitgenommen“, sagt er. Selbst die Niederlage nach zunächst zwei Siegen sieht Siebels nicht ausschließlich negativ. „Es war interessant, zu sehen, wie die Schüler damit umgehen.“ Ausdrücklich lobt er das faire und disziplinierte Verhalten der Klasse während der gesamten Dreharbeiten.

Den Hauptpreis, eine Klassenfahrt nach London, konnten die Liebfrauenschüler allerdings nicht gewinnen. Immerhin brachten sie 1700 Euro für die Klassenkasse mit nach Hause. 100 Euro spendeten die Schüler spontan für eine Japan-Hilfsaktion. Mit dem Rest werden eine Kanutour sowie ein wenig extra Taschengeld für die Klassenfahrt im kommenden Schuljahr nach Hamburg finanziert.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)