OLDENBURG - Als erstes der Oldenburger Gymnasien bezieht die Cäcilienschule ihren Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen. „Das ist eine tolle Sache, die auch eine beträchliche Signalwirkung auf die Schüler haben wird“, sagt der Cäci-Energiebeauftragte Enno Syfuß. Das zukunftsweisende Projekt konnte zusammen mit dem Amt für Umweltschutz und Bauordnung der Stadt im Rahmen der Initiative „Abgedreht?! – Energiesparen an Oldenburger Schulen“ umgesetzt werden. „Während alle städtischen Liegenschaften seit diesem Jahr bereits mit 25 Prozent Ökostrom versorgt werden, hat sich die Cäcilienschule nun für die komplette Ökostromversorgung entschieden“, sagte Detlef Haarstick vom Amt für Umweltschutz und Bauordnung.
Die Cäci hat nach Angaben von Oliver Heitmann von EWE Naturwatt 48 Tonnen CO2 im Jahr eingespart. Nach Angaben der Stadt wurden seit 1996 durch das „Abgedreht“-Projekt, an dem sich schon 35 Schulen beteiligen, 1,5 Millionen Euro gespart.
Schulleiter Franz Held: „In der Schule geht es darum, Ideale in Ideen umzusetzen und dann Schüler zu finden, die sich dafür begeistern lassen, und Lehrer, die begeistern.“ Andere Umweltprojekte flankierten die Energie-Initiative. Die hauseigene Solaranlage speist vom Dach der Schule eine weitere, ökologisch produzierte Strommenge ins Netz ein. Und zurzeit zeigen andere Schüler in der Pausenhalle anschaulich, wieviel Papier an einem Tag an der Cäcilienschule verbraucht wird. Held: „Was wir hier machen, ist nicht nur der ,Elfenbeinturm’, sondern ganz handfest, so wie Schule im Idealfall sein muss.“
Finanziert wird die Energie-Umstellung durch die jährliche Energieeinsparungsprämie der Schule aus dem „Abgedreht?!“-Projekt.
