Oldenburg - Schüler in der Stadt wollen erneut ein Zeichen für mehr Klimaschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen setzen: Am Mittwoch, 15. November, findet unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann der 4. Aktionstag „Oldenburg dreht ab“ statt.

Etwa 30 Schulen werden an diesem Tag morgens um 8 Uhr auf Strom und teilweise auch auf die Heizung verzichten und das als Anknüpfungspunkt für die Themen Energiesparen und Klimaschutz nutzen. Dunkle Klassenzimmer, außerdem Kopierer, Projektoren, Aufzüge und automatische Türen, die nicht funktionieren, stumme Telefone und abgeschaltete PCs – die stromlose Stunde soll Anstoß geben, um mit den Schülerinnen und Schülern über Energiekonsum und Ressourcenverbrauch nachzudenken.

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Faires Handeln für unser Klima“ greift das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) den Ratsbeschluss auf, mit dem sich Oldenburg auf den Weg zur „Fairtrade-Town“ begeben hat, so die Stadt. In den vom RUZ für die Schulen entwickelten Unterrichtskonzepten werden „die Auswirkungen von Konsum- und Lebensstilentscheidungen auf die Menschen und die Umwelt in anderen Gebieten der Erde thematisiert. „Was haben wir mit Näherinnen in Bangladesch zu tun?“, „Kann ich mit meinem Verhalten etwas für das Überleben der Eisbären tun?“ und „Wie können wir uns fairer und klimafreundlicher im Alltag verhalten?“, lauten einige der Fragen, die diskutiert werden sollen. Die teilnehmenden Grundschulen werden ebenso wie mehrere weiterführende Schulen unter dem Motto „Mit Schokolade die Welt ,fair-ändern’“ die vom Umweltbildungszentrum vorbereitete Idee einer Schokoladenwerkstatt umsetzen. „Dabei geht es auch um die Beziehung zwischen unserem Konsumverhalten und den Lebensbedingungen im Kakaostaat Elfenbeinküste“, so Christel Sahr vom RUZ.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt für Oldenburger Schulen „abgedreht?!“, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Über 30 Schulen nehmen an dem Projekt teil und konnten allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen seit 1997 über zwei Millionen Euro sparen.

Infos gibt Christel Sahr unter Tel. 24 83 76 oder christel.sahr@stadt-oldenburg.de.