OLDENBURG - Am liebsten würde Rahel Vortmeyer sofort wieder die Koffer packen. Ihre an der Universität im südschwedischen Land gesammelten Erfahrungen möchte die 24-jährige Physik-Studentin gerne vertiefen. Sowohl fachlich als auch persönlich hat mir das Auslandssemester viel gebracht. Im März habe ich deshalb noch ein einmonatiges Praktikum angehängt, erzählt die junge Frau.
Von ihren Erlebnissen in Skandinavien berichtete Rahel Vortmeyer am Dienstag Kommilitonen, die sich für einen Auslandsaufenthalt interessieren. Eingeladen zu dem Info-Tag im Foyer der Mensa hatte das International Student Office (ISO) der Universität. Am internationalen Tag informierten ISO-Leiterin Jenka Schmidt und ihre Kollegen über Studiumsaufenthalte weltweit.
Studieren im Ausland wird wieder beliebter. Jährlich nutzen etwa 240 Oldenburger Studenten diese Möglichkeit. Wir möchten den Interessenten mit unserem Info-Tag eine Orientierungshilfe geben, erklärt Jenka Schmidt. Die meisten Fragen drehten sich um Finanzierung und Anerkennung des Auslandssemesters.
Der einfachste Weg für einen Studienaufenthalt im Ausland ist die Teilnahme am Förderprogramm Erasmus. Die Uni Oldenburg hat zur Zeit 122 europäische Partnerhochschulen in 25 Ländern (von Belgien bis Ungarn), mit denen ein Austausch möglich ist. Etwa 120 Oldenburger Studenten entscheiden sich laut ISO jährlich für ein Auslandstudium innerhalb von Europa. Zu ihnen gehört die Französisch- und Philosophiestudentin Kerstin Hoffmann. Die 21-Jährige verbrachte das Wintersemester in Paris: Es war spannend die französische Mentalität zu erleben.
Gefragt sind zudem Auslandsaufenthalte in den USA, wo es für Oldenburger Studienmöglichkeiten an 13 Partnerhochschulen gibt. Die Universitäten von Wyoming und West Georgia werden am häufigsten gewählt, so ISO-Mitarbeiterin Christa Weers.
Jelto Müller, der Wirtschaftswissenschaften studiert, interessiert sich für ein Semester in Australien. Hier ist das Angebot aber begrenzt, erfuhr der 23-Jährige. Für die vier Partneruniversitäten gibt es nur jeweils ein bis zwei Studienplätze pro Semester.
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