Oldenburg/Varel - Oldenburg ist hochkarätig vertreten in der Gesellschaft Deutscher Chemiker: Vize-Präsidentin ist Professorin Katharina Al-Shamery (Uni Oldenburg) und ein weiteres Vorstandsmitglied ist Prof. Gerwig Buchholz, im Merck-Konzern Direktor des Bereichs Unternehmensverantwortung und Ehemaliger des Alten Gymnasiums (Abi 1981). Beide nahmen teil an der Veranstaltung zu Ehren eines AGO-Ehemaligen, Julius Lothar Meyer, der sein Abitur 1851 am Gymnasium Oldenburg (dem Vorgänger des AGO) abgelegt hatte. Er ist nicht nur Namensgeber für das Gymnasium in Varel, sondern auch einer der Mitentdecker des Periodensystems der Elemente, das in diesem Jahr im Fokus steht, weil die Uno das Jahr 2019 zum Jahr des Periodensystems der Elemente erklärt hat.

Der gebürtige Vareler Lothar Meyer (1830 bis 1895) hatte es zeitgleich und unabhängig von Dimitrij Mendelejew entdeckt beziehungsweise formuliert. Zu Ehren Lothar Meyers hatte die Wolfgang-Johannes-Hönle-Stiftung eine Doppelveranstaltung (Tag der Chemie in der Uni und Festvortrag im AGO) organisiert. Dabei fanden Wolfgang Hönle und seine Stiftung Unterstützung durch Dr. Dietmar Raschke, der selbst Jahrzehnte Chemie und Physik am AGO unterrichtet hatte. Er führte durch die Festveranstaltung, bei der Schulleiter Frank Marschhausen der Hönle-Stiftung für das Engagement dankte. Neben dem Festvortrag hatte die Stiftung auch die Kosten für die Erinnerungsplakette am Schulgebäude übernommen, die den berühmten Sohn der Schule würdigt. Marschhausen erinnerte daran, dass Meyer im Vorgängerbau des jetzigen Schulgebäudes unterrichtet wurde, das 1926 abgerissen wurde.

Auch aus Varel waren Interessierte gekommen: Der Leiter des Lothar-Meyer-Gymnasiums, Christian Müller, sein Vorvorgänger Walter Zulauf, sowie Lothar-Meyer-Biograf Prof. Dr. Harald Kluge, Jandirk Buchards und Dr. Heiko Scheepker vom Verein für Kunst und Kultur, die sich für das Lothar-Meyer-Zimmer im Heimatmuseum Varel eingesetzt hatten.