OLDENBURG - Es ist abzusehen, dass es um die Plätze an den drei Integrierten Gesamtschulen wieder ein Gedränge geben wird – zumal Geschwisterschüler vorgezogen werden. Im Vorjahr passten Bewerber und Plätze an der neu gegründeten – und damit in der nachmittäglichen Ganztagsversorgung vom Land bislang schlechter ausgestatteten – IGS Kreyenbrück überein, die IGS Flötenteich musste bei 120 Plätzen gut 100 Schüler ablehnen, an der IGS Helene-Lange-Schule waren es bei 114 Plätzen 135 Kinder, die hier keinen Platz fanden.
Nach wie vor gibt es an der IGS bis einschließlich Mitte Jahrgang 8 keine Noten (stattdessen Lernentwicklungsberichte) und zudem zwei Wege zum Abitur: in acht und in neun Jahren. Der aktuelle Jahrgang 6 ist der erste Jahrgang, der das Abitur nach acht Jahren machen kann. IGS-Flötenteich-Leiter Hartmut Steinhauer: „Wir betreiben eine Binnendifferenzierung und lassen die Schüler bis Ende Jahrgang 8 zusammen. Innerhalb des Klassenverbunds werden die Schüler je nach Leistungsvermögen unterrichtet.“ Ab Jahrgang 8 können die, die Abitur machen wollen, erkennen, ob sie den schnelleren oder langsameren Weg gehen. Die Entscheidung fällt in Jahrgang 9. Steinhauer: „Die Grundidee der IGS, dass die Schullaufbahnentwicklung möglichst weit rausgeschoben und möglichst lange offen gelassen wird, bleibt.“
Die Gesamtschulen, die zu viele Anmeldungen haben, bilden Lostöpfe nach Leistungsgruppen. In Lostopf 1 befinden sich die besten Schüler, die in der Addition der Deutsch-, Mathe- und Sachunterrichts-Note max. eine 6 erreichen, in Lostopf 2 befinden sich die Schüler, die hier max. auf eine 10 kommen und in Lostopf 3 alle darüber. Die Anteile jeder Gruppe an den IGS-Plätzen bilden das Verhältnis der Haupt-, Realschul- und Gymnasialempfehlungen in der Stadt ab.
Am günstigsten ist in der Regel das Verhältnis von IGS-Wünschen zu IGS-Plätzen (und damit die Chance, angenommen zu werden) in der Leistungsgruppe 1. Die größte Gruppe im Lostopf ist die Leistungsgruppe 2.
