OLDENBURG - OLDENBURG/LR - „Das steht nicht im Geschichtsbuch“ – unter diesem Motto startet die Oldenburger Zeitzeugenbörse mit Unterstützung des städtischen Agendabüros eine Reihe von Vorträgen. Los geht’s am 4. Oktober um 19 Uhr im PFL mit dem Thema „Leben und Arbeiten im Oldenburger Kaufhaus Hitzegrad (später: Merkur)“.

Die Zeitzeugenbörse wurde Anfang 2004 als Agendagruppe von einigen Seniorinnen und Senioren gegründet. Vorbilder waren die Zeitzeugenbörse Berlin und die weit über 100 Zeitzeugenbörsen in Deutschland, die sich seit 1987 hier gebildet haben. Die Agendagruppe hat sich das Ziel gesetzt, den Dialog zwischen den Generationen zu pflegen und Lebenserfahrungen weiterzugeben, wie sie in Geschichtsbüchern nicht vermittelt werden können. Dabei geht es zum Beispiel um die Rolle von Familie und Schule, Lebensläufe, Konfirmation, Partner- und Berufswahl, Arbeitswelt, Entwicklung der Technik und Gesetzgebung.

Es wird nicht nur erzählt und zugehört. So wurden mit Hortgruppen bereits nach Rezepten aus Kriegszeiten gekocht, eine kleine Ausstellung mit Schulutensilien initiiert, Volkslieder gesungen und alte Spiele gespielt. In Erzähl- und Schreibgruppen werden dabei persönliche Erinnerungen aufgearbeitet, in Schulen und Jugendgruppen der Geschichtsunterricht unterstützt und bei Diplomarbeiten geholfen.

Kontakt zur Zeitzeugenbörse erhält man über Ruth Hoting, Tel. 2 60 78, und über das Agendabüro, Industriestraße 1, Tel. 235–32 46.

Im Internet ist die Projektgruppe „Zeitzeugenbörse“ zu erreichen unter

www.oldenburg.de/agenda21