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Wettbewerb Jung und Alt rücken Stück zusammen

OLDENBURG - Ein wunderschönes Projekt hat mit der Preisverleihung an drei Grundschulklassen am Mittwoch im PFL seinen Abschluss gefunden. Die Oldenburgische Bürgerstiftung hatte zum Schulwettbewerb „Kindheit in Oldenburg – damals und heute“ aufgerufen. 33 Grundschulklassen hatten sich beteiligt. Am Ende siegte die 3c der Grundschule Staakenweg (500 Euro) vor der 4a der Grundschule Nadorst (400 Euro) und der 4a der Paul-Maar-Schule (300 Euro) – wegen all der guten Beiträge keine leichte Entscheidung für die Jury. Einen Sonderpreis erhielt die 2b der Wallschule (250 Euro). Der Bürgerverein Eversten spendete dafür 500 Euro, weil er „solch ein sinnvolles Projekt unterstützen wollte“, so der Vorsitzende Nils Krummacker. Für alle Teilnehmer gab es 700 Eintrittskarten vom Landesmuseum für Natur und Mensch, Murmeln, Kreisel, radierbare Stifte, „Das einzig wahre Buch für Mädchen“ und das „Dangerous Book for Boys“, die neu sind und doch gute alte Sachen hoch halten.

Die Kinder waren ausgeschwärmt zu Großeltern, Nachbarn und Bekannten, kamen mit ihnen ins Gespräch und schrieben alles auf. Die Ergebnisse wurden von jeder Klasse mit Berichten und Bildern gebunden: Beschreibungen ihres Lebens und der Kindheit früher. Es sind kleine Schätze geworden, und wer darin blättert, „wird davon berührt“, sagt Horst Rudolf Finger, der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung. Die Stiftung will sie zu ihrem Sommerfest (vermutlich im September) erneut zeigen.

Was da, extrem liebevoll aufbereitet, nicht alles wieder aufscheint: Die Flucht von Oma Edeltraud aus Schlesien nach Oldenburg als sie 14 war, mit Vater und Tante, ihre ersten Nächte in einem Tanzlokal bevor die Wohnung zugewiesen wurde, wie sie im Moor Torfsoden gestapelt hat und die Familie 1956 den ersten Fernseher bekam. Andere berichten vom DKW, Rosinensuppe und Schlaghosen. Auch Erinnerungen an die Volksschule finden sich: an Klassen mit bis zu 40 Schülern, netten Lehrern, aber auch sehr strengen, die mit Rohrstöcken auf die Hand schlugen und am Ohr zogen, an Schiefertafeln und Schwämme, an die Zeit des Hungers, an Kleider aus Fahnenstoff und das Sonntagskleid, selbst genähte Stoffpuppen und Spiele wie „Vater, Mutter, Kind“. Manches ist amüsant: „Hattet ihr früher auch Internet?“ – „Nein, wir hatten nur Freundinnen.“

Im Vorfeld hatte etwa die 3c vom Staakenweg den Musiker Charly Ahlers eingeladen, „der ganz viele Sachen mitgebracht hat – Griffelkasten, Lebensmittelkarten, Schallplatten – und von früher erzählte“, berichtet Lehrerin Anke Kayser. „Das hat die Kinder fasziniert.“ Dann zogen sie selber los. Weil die Resonanz so toll war, wird die Bürgerstiftung das „auf jeden Fall wieder machen“, kündigte Horst Rudolf Finger an.

NWZ

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Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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