OLDENBURG - OLDENBURG - Dem Nachwuchs eine Chance geben – das hat im Wirtschaftsleben Oldenburgs seit langem Tradition, zeigt sich zum Beispiel im Technologie- und Gründerzentrum an der Marie-Curie-Straße. Ab Oktober wird das TGO nun einen kleinen Bruder bekommen: Der Verein „VentureLab Oldenburg“ will Studenten, Absolventen und Mitarbeiter der Universität und der Fachhochschule unterstützen, die ein Unternehmen gründen möchten, sich aber noch nicht sofort in die hochprofessionelle Umgebung des TGO begeben wollen.

„Das VentureLab ist quasi ein Experimentierraum für Studenten“, sagte Professor Dr. Alexander Nicolai vom Lehrstuhl für Entrepreneurship an der Uni Oldenburg. „Hier können sich die Gründer in der Vorgründungsphase untereinander austauschen.“ Neben Nicolai gehören zu den Gründungsmitgliedern: Uni-Präsident Professor Dr. Uwe Schneidewind, TGO-Geschäftsführer Jürgen Bath, die Lehrstuhl-Mitarbeiter Ann-Christine Schulz, Jantje Halberstadt und Dr. Sascha Kraus, Dr. Mark Euler (Transferstelle Dialog) sowie der Student und erfahrene Unternehmensgründer Matthias Hunecke (zusammen mit Nicolai Vorstand des Vereins).

Der Sitz des Gründerlabors in fünf Räumen in der Alten Fleiwa an der Industriestraße bringt den künftigen Nutzern weitere Vorteile: Sie wagen ihre ersten Schritte in der Geschäftswelt in unmittelbarer Nähe zum Offis-Institut (der bisher erfolgreichsten Universitäts-Ausgründung). „Hilfe wird es aber auch von unserer Wirtschaftsförderung geben, die ja ebenfalls in der Alten Fleiwa residiert“, merkte Oberbürgermeister Dietmar Schütz an.

Die Stadt wird das VentureLab im ersten Jahr mit 15 000 Euro sowie ab dem ersten Jahr mit der kostenlosen Bereitstellung der fünf Räume fördern. „Den Ort hätte man nicht besser wählen können“, freute sich Uni-Präsident Schneidewind, der sich von der Einrichtung einen weiteren Schub für Unternehmensgründungen aus der Universität heraus erhofft. „Der Verein wird den Bedarf wecken und motivieren.“

Wer seine Unternehmensgründung im VentureLab ab Herbst ausprobieren will, muss eine innovative Idee haben, einen Hochschulbezug herstellen und ein engagiertes Gründungsteam vorzeigen, zählt Alexander Nicolai auf. Wünschenswert sei auch die Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftsdisziplinen.